Der nun vorliegende Entwurf des Gleichbehandlungsgesetzes ist nach Ansicht
von ZARA zur Durchsetzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes unzureichend. Die
Novelle zielt unter anderem darauf ab, die Durchsetzungsmöglichkeiten des
Gleichbehandlungsgrundsatzes zu verbessern. Dieses wichtige Ziel wird
allerdings aus Sicht von ZARA durch den vorliegenden Entwurf nicht
hinreichend erfüllt.
ZARA sieht nach wie vor Schwächen in
. den Möglichkeiten der Anwendung und Wirkung von
Verwaltungsstrafbestimmungen bei diskriminierenden Job- und
Wohnungsinseraten
. dem Verfahren vor der Gleichbehandlungskommission
. der Struktur und Verständlichkeit des Gesetzes
Lesen Sie mehr: ZARA-Stellungnahme
Als Mitgliedsverein des Klagsverbands zur Durchsetzung der Rechte von
Diskriminierungsopfern schließt sich ZARA grundsätzlich dessen ausführlicher
Stellungnahme an. -> http://www.klagsverband.at/archives/4154
4. September 2010, 14:00h
vor dem Haus der Europäische Union
Wipplingerstrasse 35, 1010 Wien
Kommt zusammen – Wir zeigen Solidarität mit den Roma in Frankreich.
Die Abschiebungen von Roma in Frankreich durch Präsident Nicolas Sarkozy stimmen uns besorgt und ängstlich. Die Registrierung von Menschen aufgrund ihrer Ethnie lehnen wir entschieden ab. Deshalb treffen wir uns am 4. September 2010 um 14 Uhr vor dem Haus der Europäischen Union , 1. Bezirk, Wipplingerstraße 35 zur einer Solidaritätskundgebung.
Wir zeigen Solidarität mit dem Roma in Frankreich. Kommt zusammen. Kommt hin.
Organisiert von Privatpersonen aus der Roma Community Jeder einzelne zählt, egal ob Einzelperson, Verein oder Organisation.
Gemeinsam sind wir stärker!
Nähere Infos: 0676 834 02 232
Usnija Buligovic
Liegl fordert: Alle Menschenrechte für alle
Im Vorfeld der ersten universellen Menschenrechtsprüfung (universal periodic review, kurz UPR) Österreichs durch den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen haben NGO-VertreterInnen ihre gemeinsame Plattform menschenrechte.jetzt sowie die Ergebnisse der Studie Menschenrechte in Österreich präsentiert.
Laut einer von der Plattform beauftragten Studie der Motivforschung Karmasin wünschen sich zwar drei Viertel der ÖsterreicherInnen mehr Beachtung der Menschenrechte, haben dabei aber vorwiegend ihre eigene Lebenssituation vor Augen. Dementsprechend war den Befragten das Recht auf Asyl oder das Recht auf Schutz für besondere Minderheiten am wenigsten bekannt, und auch am wenigsten wichtig.
In diesem Zusammenhang forderte ZARA-Geschäftsführerin Barbara Liegl „Alle Menschenrechte für Alle“ ein und kritisierte die strukturelle Schieflage, die in Österreich für Menschen unterschiedlichster ethnischer Hintergründe aufgrund der Rechtslage herrscht. So führten beispielsweise unterschiedliche Aufenthaltsberechtigungen zum Ausschluss aus Politik und Gesellschaft, so Liegl, die in der „Querschnittsmaterie“ Rassismus bei ZARA die unterschiedlichsten Ebenen der Gleichstellungs- und Menschenrechtsproblematik feststellen kann.
Diese Erfahrungen und Beobachtungen fließen auch in den sogenannten Parallelbericht der Plattform zur Lage der Menschenrechte in Österreich ein, dessen Koordination die Liga für Menschenrechte übernommen hat. Diese Stellungnahme wird parallel zum offiziellen Bericht der Bundesregierung die Lage der Menschenrechte in Österreich anhand der Praxiserfahrungen der regierungsunabhängigen Organisationen beurteilen.
Zusätzlich wird sich die Plattform menschenrechte.jetzt darum bemühen, eine maßgebliche Einbeziehung der Zivilgesellschaft in die Umsetzung der internationalen menschenrechtlichen Verpflichtungen zu erreichen.
Rückfragehinweis:
Dr. Marion Wisinger
Generalsekretärin
Österreichische Liga für Menschenrechte
Tel.: 01-523 63 17
e-mail: office@liga.or.at
www.menschenrechte-jetzt.at
www.upr-info.org
Presselinks:
http://oe1.orf.at/artikel/256990
http://relevant.at/politik/oesterreich/40496/oesterreicher-schaetzen-menschenrechte.story
http://neu.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2457156/oesterreicher-schaetzen-menschenrechte-aber-nicht-fuer-asylanten.story
Auch diesen Herbst startet wieder ein ZARA-Lehrgang “Kompetenzvermehrung Anti-Rassismus und Zivilcourage”.
Der Lehrgang zielt darauf ab, die persönliche, soziale und fachliche Kompetenz im Umgang mit Rassismen und Diskriminierungen zu erweitern. Nach Absolvierung des Lehrgangs erhält jede/r TeilnehmerIn ein Lehrgangszeugnis. Der Lehrgang erfordert kein Vorwissen und ist offen für „Alle“.
Themen: Sensibilisierung, Rassismus – Theorie und Praxis, Rechtliche Grundlagen, Diskriminierung durch Sprache, Zivilcourage, Umgang mit Vielfalt sowie interkulturelle Kommunikation usw.
Methoden: Interaktive Übungen, Rollenspiele, Diskussionen und Arbeiten in Kleingruppen, Outdoor- sowie Erlebnispädagogik-Elemente und Methoden des Forumstheaters.
Kosten: 740 Euro/690 Euro für ZARA-Mitglieder (bis zu 50% Förderung durch den WAFF möglich!)
Achtung: TeilnehmerInnenbeschränkung auf 18 Personen! Beginn: 2. Oktober 2010 Anmeldeschluss: 24. September 2010
Link: Mehr zu Programm, Terminen und TrainerInnen finden Sie hier.
Schüler aus Afrika, Asien und Lateinamerika suchen dringend Familien für das Schuljahr 2010/11.
Unser Verein Grenzenlos steht seit 61 Jahren für weltweite Austauschprogramme. Dazu gehört das Jahresprogramm ICYE (International Cultural Youth Exchange). In diesem Rahmen nehmen wir unter Anderem Austauschschüler aus überseeischen „Entwicklungsländern“ auf. Wir glauben, dass ein weltumspannendes Netz von Freundschaften und “Familienbanden” das beste Mittel gegen Vorurteile und Ängste ist.
Sie sind 16 bis 18 Jahre alt, werden von Grenzenlos vorbereitet und betreut und gehen in die Schule. Grenzenlos erledigt auch die notwendigen Visaformalitäten und übernimmt alle rechtlichen Haftungen.
Was uns fehlt, sind die Familien, bei denen sie wohnen. Wir suchen noch dringend Familien für je einen jungen Austauschschüler aus Uganda, Taiwan, Mexiko, Honduras und Costa Rica. Alle Familien werden von Grenzenlos beraten, betreut und unterstützt. Man muss keine „klassische“ Familie sein, auch jede Art von „Patchwork“ ist okay – wichtig ist, Lust zu haben, das eigene Heim noch bunter & quirrliger zu machen!
Aufnahme idealerweise für 12 Monate, aber auch 3-monatige Probezeit möglich.
Kontakt: Sara Paredes, 01/315 76 36 (Mo Mi Fr) oder icye@grenzenlos.or.at
Liebe FreundInnen!
Jetzt kommt es auf uns alle an! Zauderer, Zyniker und Zündler waren lange genug am Wort. Gehen wir die Fragen an, die für unsere Zukunft wirklich wichtig sind.
Machen wir uns stark für einen radikalen Kurswechsel in der Fremdenpolitik, eine mutige Bildungspolitik, eine gerechtere Verteilung des Wohlstands sowie Jobs, von denen wir leben können.
Mobilisieren wir für eine Willenskundgebung am 18. September 2010 am Heldenplatz! Eine Manifestation der Zivilgesellschaft zur rechten Zeit kann einen machtvollen Ruck in der Politik auslösen.
3333 Menschen, die 15 Euro spenden, können unseren Anliegen eine unabhängige und wirkungsvolle Bühne geben. Machen wir uns stark!
Aufruf, Unterstützungs- und Spendenmöglichkeit unter: http://www.machen-wir-uns-stark.at
Eine Initiative von uns allen! Angestoßen von Integrationshaus, M-Media und SOS Mitmensch.
Mit der Bitte um Verbreitung und Bewerbung. Impressum: www.machen-wir-uns-stark.at.