Presseaussendung ZARA – Wien, 9. Jänner 2015

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‚Je suis Charlie’:
Hetze gegen MuslimInnen gefährdet gesellschaftlichen Zusammenhalt

Als österreichische Anti-Rassismus-Organisation und Mitglied der in Paris ansässigen europäischen anti-rassistischen Grassroots-Bewegung EGAM möchten wir den Angehörigen und FreundInnen der Opfer des Attentats gegen die MitarbeiterInnen der Satirezeitschrift Charlie Hebdo unser tiefes Mitgefühl und Beileid aussprechen.

Gleichzeitig möchten wir hierzulande davor warnen, die schrecklichen Ereignisse als Vorwand für weitere Ressentiments und kollektive Schuldzuweisungen gegen Angehörige der muslimischen Glaubensgemeinschaft zu verwenden. Unsere Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus hat seit August eine eklatante Steigerung rassistisch motivierter Übergriffe gegen MuslimInnen verzeichnet, die zeitlich mit den Gräueltaten des IS im Nahen Osten zusammenfallen. Im Vergleich zu den Vorjahren sind so 2014 nahezu doppelt so viele rassistische Übergriffe gegen MuslimInnen gemeldet worden. Viele davon waren Angriffe von Personen, die offenbar ihren Ärger einfach ungezügelt an PassantInnen ausgelassen haben, die sie als Angehörige der muslimischen Glaubensgemeinschaft ausmachen konnten. Die Opfer wurden ohne Grund beschimpft, bespuckt, tätlich angegriffen und bedroht. Weiterlesen…

ZARA wünscht erholsame Feiertage – Büro bis 6. Januar geschlossen

Unsere Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus bleibt während der Feiertage von Mittwoch, den 24. Dezember 2014 bis Dienstag, den 6. Jänner 2015, geschlossen.

Wir wünschen erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Spendengütesiegel

In unserer österreichweit einzigartigen Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus haben wir im Jahr mit bis zu 1.000 rassistischen Vorfällen zu tun. Das können direkte verbale und tätliche Angriffe auf Personen aus rassistischen Motiven sein, aber auch Fälle, die auf sog. institutionellen/ strukturellen Rassismus basieren, also wenn beispielsweise Immobilien nur an “InländerInnen” vermietet werden sollen. In unserer Beratungsstelle dokumentieren wir diese Fälle und informieren Opfer über mögliche (rechtliche) Schritte. Weiterlesen…

ZARA wird 15!

Nachbericht zum Festakt am 19. November im Presseclub Concordia

ehem. und amtierende ZARISTAS(ehem.) ZARA MitarbeiterInnen feiern 15 Jahre ZARA!

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ZARA wird 15!

ZARA_Flyer_Ent1017ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit wird 15 Jahre alt! Das möchten wir gemeinsam mit Ihnen/Euch feiern und ein lebensfrohes Zeichen gegen Rassismus setzen! Gefeiert wird am Mittwoch, den 19. November 2014 auf dem Badeschiff am Donaukanal. Für die musikalische Begleitung durch den Abend sorgen sowohl die Livebands MAJA und Jazz:mess sowie ein DJ Line up vom Feinsten!  Eintritt frei!

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Roma Pride 2014: Für die Würde der Roma in Europa!

EGAM Logo„Für die Würde der Roma/Romnja in Europa!” ruft das European Grassroots Antiracist Movement (EGAM) zum europaweiten Roma Pride Day gegen rassistische Diskriminierung und Gewalt gegen Roma/ Romnja und Sinti/ Sintize auf. In 15 europäischen Ländern versammeln sich aus diesem Anlass am Sonntag, den 5. Oktober 2014, UnterstützerInnen, um ein Ende der Exklusion sowie die Rechtsgleichheit aller Menschen in Europa öffentlich einzuforden.

Als Mitglieder von EGAM unterstützen wir, ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, sowie SOS-Mitmensch, Romano Centro sowie weitere Organisationen in 27 europäischen Ländern das gemeinsame Manifest des Netzwerks, das nicht zuletzt zeigen soll, dass sich “Millionen von Menschen in ganz Europa, in lokalen oder nationalen, individuellen oder kollektiven Initiativen gegen Rassismus und Diskriminierung engagieren.“ Weiterlesen…

Clubbesuch endete am Eingang – Türsteher verweigerten dunkelhäutigen Testpersonen den Einlass

ZARA-Lokal-Testing belegt rassistische Einlasspolitik in manchen Wiener Clubs

In drei von insgesamt 14 getesteten Wiener Clubs hat ein Lokaltesting von ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit am vergangenen Freitag eine rassistische Einlasspolitik nachgewiesen. 11 der getesteten Clubs waren bereits im Vorfeld durch rassistische Einlassverweigerungen aufgefallen und zum Teil mehrfach der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus gemeldet worden.

Beim Testing am Freitag endetet die Partynacht für die dunkelhäutigen Tester mit Begründungen wie „nur für Stammgäste“ oder „der Club ist schon zu voll“ an der Eingangstür; in einem Lokal wurde eine Testperson mit dunkler Hautfarbe gebeten, doch „unter der Woche vorbeizukommen, damit wir uns besser kennenlernen“. Alle „weißen“ Testpersonen, die unmittelbar danach in die Clubs wollten, wurden kommentarlos eingelassen. Damit entpuppten sich diese Begründungen eindeutig als Ausreden für eine dahinterstehende rassistische Motivation bei der Einlassverweigerung. Weiterlesen…

ZARA gewinnt MigAward 2014

Preisverleihung MigAward 2014Der 2012 vom Medienhaus BUMMEDIA  ins Leben gerufene MigAward  zeichnet Organisationen, Projekte  und Persönlichkeiten aus, die die Partizipation von MigrantInnen in Österreich fördern und innovative Ansätze in der Migrationsdebatte verfolgen. ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit wurde in der Kategorie Bildung und Soziales nominiert und von der Jury gewählt. Wir freuen uns sehr und danken der Jury sowie dem Veranstalter für die Auszeichnung!

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Am 25. April ist Gesellschaftsklimatag!

ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit und das Karl-Renner-Institut laden im Rahmen des Gesellschaftsklimatags ein:

Gesellschaftsklimatag-rundWorkshop: „Vielfalt im Betrieb und der Organisation“ – eine antidiskriminatorische Betriebsvereinbarung

Vielfalt anerkennen und in der eigenen Struktur widerspiegeln – damit setzen sich die TeilnehmerInnen dieses Workshops auseinander. Anhand von Vorlagen für eine antidiskriminatorische Betriebsvereinbarung und einer Richtlinie werden die Möglichkeiten der Umsetzung in der eigenen Organisation mit einem Arbeitsrechtsjuristen diskutiert und bearbeitet.

Wann: 25. April 2014, 11:00 – 13:00 Uhr
Wo: Seminarraum 31 im Juridicum, Schottenbastei 10 – 16, 1010 Wien
Zielgruppe: BetriebsrätInnen, Gleichstellungsbeauftragte, Interessierte

Anmeldung bis 22. April 2014 unter anmeldung@zara.or.at

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Rassismus Report 2013: Polizei und Justiz auf rassistischem Auge blind

RR 2012 CoverVor allem Äußerungen, Vorgehens- und Handlungsweisen von Polizei und Justiz, also gerade jenen staatlichen Behörden und Organen, die unvoreingenommen  sein sollten, sind uns im vergangenen Jahr negativ aufgefallen. PolizistInnen haben sich im Einsatz respektlos gegenüber Personen mit dunkler Hautfarbe verhalten, sie geduzt und mit Äußerungen wie „Go home, N…“ in die Schranken verwiesen. Wir haben Fälle von ethnic profiling verzeichnet, also wenn Personen allein aufgrund ihrer Hautfarbe verdächtigt und kontrolliert werden, sowie rassistische Inhalte, die von PolizistInnen selbst generiert und verbreitet wurden. Auf Seiten der Justiz ist uns besonders das Nicht-Ernstnehmen rassistischer Delikte aufgefallen, auch die Ignoranz des Erschwerungsgrundes „rassistische Motivation“ in Anklagen der Staatsanwaltschaft. Unverständlich milde Urteile bzw. Freisprüche ergänzen hier das Bild einer Justiz, die Rassismus offenbar gerne ausblendet. Prominentes Beispiel dafür ist der besonders erschreckende Vorfall im Jänner 2013, bei dem eine Frau nach einem rassistisch aufgeladenen Streit auf die U-Bahn Gleise gestoßen und verletzt wurde, letztendlich aber nur Anklage wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung erhoben wurde und am Ende eine bedingte Haftstrafe verhängt wurde – die rassistische Motivation des Täters wurde von der Staatsanwaltschaft nicht aufgegriffen.

Besonders bedenklich finden wir Fälle, in denen die Justiz der Polizei ihre Unschuld attestiert, wie zum Beispiel im Fall Nr.17: Ein Polizist hatte für den Seniorenkalender des Oberösterreichischen Seniorenbundes in einem Text vor dem sog. „Enkel-Neffen-Trick“ und insbesondere vor der „TäterInnengruppe“ der Roma und Sinti gewarnt. Ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Linz wegen Verhetzung wurde eingestellt mit der Begründung, „der Polizist habe nur seine Erfahrungen aus der Praxis einfließen lassen“. Weiterlesen…

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