Fakten statt Hetze
“Grüß Gott” als diskriminierende Grußform?
Im Jahr 2007 wurden von ZeugInnen erstmals Kettenmails bei ZARA gemeldet, in denen behauptet wird, an Linzer Schulen werde den SchülerInnen gelehrt, dass die traditionelle Grußform „Grüß Gott“ diskriminierend gegenüber muslimischen MitbürgerInnen sei. Um diese nicht zu beleidigen, solle man den Gruß an der Schule unterlassen. Der/die VerfasserIn Kettenmail ruft dazu auf, dieser Anordnung nicht zu folgen und “keine falsche Toleranz“ gegenüber MuslimInnen walten zu lassen.
ZARA nimmt Kontakt zum Linzer Bezirksschulrat auf, um der Sache auf den Grund zu gehen. Es stellt sich heraus, dass die in der Mail aufgestellten Behauptungen nicht stimmen und es sich bei der E-Mail daher um eine Fälschung handelt, deren Zweck darin besteht, Unmut gegenüber der muslimischen Bevölkerung Österreichs zu generieren.
Seit dieser ersten Meldung im Jahr 2007 berichten uns ZeugInnen immer davon, dass sie diese Ketten-E-Mail erhalten haben. Die Versuche, den Landesschulrat dazu zu bewegen, der immer noch in Umlauf befindlichen E-Mail mittels einer Aussendung oder einer Gegendarstellung auf der Website des Landesschulrats entgegenzuwirken, scheitern leider.
ZARA nimmt solche Ketten-Mails als Problem wahr, da sie erstens sehr leicht verbreitet werden können und zweitens gegen die Verbreitung solcher Falschmeldungen auf elektronischem Weg wenig unternommen werden kann. Wenn Sie eine solche Nachricht erhalten, melden Sie dies bitte unter office@zara.or.at und informieren Sie VersenderInnen und EmpfängerInnen dieser Kettenmails ebenfalls darüber, dass es sich bei den aufgestellten Behauptungen um Falschinformationen handelt.
AsylwerberInnen – wie viel Unterstützung bekommen sie wirklich?
Im Internet kursierende E-Mails zum Thema “Bargeldleistungen an Asylwerber in Österreich” im Vergleich zu Leistungen an österreichische Familien haben ZARA, die Asylkoordination Österreich und Caritas der ED Wien dazu angeregt, die Geldleistungen und Zahlen genau nachzurecherchieren.
Der Inhalt des kursierenden E-Mails wurde in einer Ausgabe des FPÖ-Magazins “Wir Wiener” während des Wahlkampfes zu den Wiener Gemeindratswahlen im Herbst 2005 veröffentlicht und ist immer noch auf der Homepage der FPÖ zu finden. Die von der FPÖ präsentierte Gegenüberstellung von Grundversorgung für AsylwerberInnen und Arbeitslosengeld ist falsch und unseriös. Lesen Sie hier die Fakten.
