Freitag, 15. April 2011, ab 19.00 Uhr
LESUNG: Alfred J. Noll: Kannitz – Eine Parabel
Die Novelle, die zum Nachdenken anregt, spielt in der Zeit des Naziregimes. Der Hauptprotagonist Dr. Rudolf Kannitz verwaltet treuhändisch das Vermögen von Dr. Isidor Hoffer, der aber im Krieg stirbt. Kannitz allein weiß um die eingegangene Treuhandschaft. Wie soll er sich verhalten?
Der Autor Alfred J. Noll, (geb. 1960 in Salzburg), ist habilitierter Jurist, Rechtsanwalt, Gründer und (Mit-)Herausgeber des „Journals für Rechtspolitik“ sowie Mitglied der Österreichischen Juristenkommission.
Im Anschluss:
DJ Hannes spielt Swing und Jazz von alten Schellacks.
Eintritt: 6,-€, StudentInnen: 4,-€ Weiterlesen…
Seit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon ist die Charta der Grundrechte der Europäischen Union rechtlich bindend. Darüber hinaus ist im Vertrag von Lissabon der Beitritt der EU zur Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vorgesehen. Vor diesem Hintergrund sind vertiefte Kenntnisse über die durch den Gerichtshof der Europäischen Union und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte entwickelten gemeinsamen Grundsätze nicht nur wünschenswert, sondern in der Tat unverzichtbar für die ordnungsgemäße Umsetzung eines der Schlüsselelemente der europäischen Menschenrechtsbestimmungen: der Antidiskriminierungsnormen.
Das Handbuch zum europäischen Antidiskriminierungsrecht wird gemeinsam von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte veröffentlicht und ist die erste umfassende Einführung in europäisches Antidiskriminierungsrecht. Es stützt sich auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des Gerichtshofs der Europäischen Union. Das Handbuch behandelt den Kontext und die Hintergründe des europäischen Antidiskriminierungsrechts, Formen der Diskriminierung und Rechtsbehelfe, den Geltungsbereich des Rechts (einschließlich der Frage, auf wen sich der Schutz erstreckt) und die Schutzgründe wie Geschlecht, Behinderung, Alter, Rasse und Nationalität. Weiterlesen…
„Dreckige Polin“, „Japanische Fotze“, „Scheiß Kopftuchweib“ so und anders mussten sich im vergangenen Jahr Frauen aufgrund ihrer Herkunft oder ethnischen Zugehörigkeit beschimpfen lassen. Die von ZARA – Zivilcourage und Anti‐Rassismus‐Arbeit im Rassismus Report 2010 dokumentierten rassistischen Vorfälle weisen verstärkt auf Diskriminierungen von Frauen mit Kopftüchern hin. Es wurden häufiger als bisher Fälle gemeldet, in denen Frauen mit Kopftuch am Arbeitsmarkt abgelehnt wurden und sie im Alltag rassistischen Äußerungen ausgesetzt wurden.
Völlig außer Kontrolle geraten scheint auch Rassismus im Internet zu sein. Ein Blick auf unmoderierte Blogs und Postings in sozialen Netzwerke zeigt, wie maßlos und ungezügelt – auch sprachlich – im Netz verhetzt wird – die Botschaften sind nicht nur rassistisch, oft gehen sie mit Einschüchterungen und Drohungen einher. Diese Postings bleiben zu meist unkommentiert im Netz stehen, werden verlinkt und weitergeleitet und multiplizieren sich dadurch in bisher ungewohntem Ausmaß. Erschwerend hinzu kommt, dass sich diese Form des halbprivaten Meinungsaustauschs offenbar – abgesehen von wenigen Ausnahmen – jeglicher Kontrolle entzieht. Weiterlesen…
Der Rassismus Report 2010 beinhaltet eine Auswahl der von ZARA im Jahr 2010 aufgenommenen und dokumentierten rassistischen Vorfälle in Österreich. Die gegliederte Falldokumentation veranschaulicht, in welchen Lebensbereichen Personen mit Rassismus konfrontiert sind und macht sichtbar, aufgrund welcher Diskriminierungsgründe Personen ausgeschlossen und/ oder abgewertet werden.
Termin: 21. März 2011 (Internationaler Tag gegen Rassismus)
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Ort: Café Griensteidl, Michaelerplatz 2, Karl Kraus Saal Weiterlesen…
EU-Projekt: „Chancengleichheit – Awareness raising und Unterstützung bei der Anwendung der Gleichbehandlungsgesetze“ startet im Frühjahr
ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit setzt 2011 ein durch das Progress-Programm der Europäischen Union und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz finanziertes Projekt zur Umsetzung der Gleichbehandlungsgesetze um.
Ziele des Projekts
Mehr Chancengleichheit und die Durchsetzung des Rechts auf Nicht-Diskriminierung zählen zu den wichtigsten Grundvoraussetzungen für eine gleichberechtigtes Dasein aller in Österreich lebenden Menschen. Im Zuge des Projektes „Chancengleichheit“ sollen sowohl die gesetzlichen Bestimmungen, die auf Grund unterschiedlichster EU-Richtlinien eingeführt wurden, als auch die mit dem Thema Gleichbehandlung befassten Einrichtungen einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden. Die einzelnen Projektaktivitäten unterstützen die Umsetzung der EU-Richtlinien innerhalb Österreichs und erhöhen die Rechtssicherheit für die von Diskriminierung Betroffenen. Folgende Projektelemente dienen diesen Zielen besonders. Weiterlesen…
Es gibt nicht nur schwarz & weiß. Eine Systemkritik und ein Plädoyer für zivilcouragiertes Handeln.
„Im europäischen Wirtschaftssystem gibt es selbstverständlich den Bedarf an billigen Arbeitskräften (…) . Und daher gibt es Leute, die den Menschen helfen, hierher zu kommen, und die selbst wieder Kapital daraus beziehen. Aber dahinter steht doch ein Zynismus dieses Systems Europa.“
(Erwin Wagenhofer, Regisseur)
Ein Fernfahrer (Fritz Karl), der vom profitgierigen Schlepper zum selbstlosen Fluchthelfer wird. Ein Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ (Wotan Wilke Möhring), für den Hilfe wirklich keine Grenzen kennt. Und eine mutige junge Frau (Clare-Hope Ashitey), die für sich und ihr Kind ein besseres Leben möchte. Wer gehört dabei zu „den Guten“ und wer zu „den Bösen“? Darüber urteilt BLACK BROWN WHITE nicht. Weiterlesen…
ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit erwartet, dass der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen Österreich im Rahmen der ersten universellen Menschenrechtsprüfung klare Vorgaben zur Rassismusbekämpfung in Österreich macht. „Insbesondere hoffen wir,“ so Geschäftsführerin Barbara Liegl, „dass die Befragung der Regierung am Mittwoch, den 26. Jänner, zur Lage der Menschenrechte dazu führen wird, den bislang nur partiellen Anti-Diskriminierungsschutz in Frage zu stellen und in Folge dessen eine landesweit einheitliche, klare und für alle Personengruppen anwendbare Gesetzeslage gegen Diskriminierungen einzufordern.“
Als Melde- und Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von rassistischen Vorfällen und Übergriffen registriert ZARA nicht nur persönliche Übergriffe gegenüber als fremd wahrgenommenen Personen, sondern auch eine Vielzahl an Benachteiligungen und Ausschlussmechanismen, die durch sogenannten „strukturellen Rassismus“ ausgelöst werden. Menschen können in Österreich immer noch aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Religion oder ihrer Muttersprache diskriminiert werden, und das in vielen Bereichen ohne Rechtsfolgen für die TäterInnen. „Was fehlt“, kritisiert ZARA-Geschäftsführerin Barbara Liegl, „sind Vereinbarungen und Maßnahmen, die die Situation der von Diskriminierung betroffenen Personen ändert.“ Weiterlesen…