migration.macht.schule

Ein Schulprojekt zu Rassismus in Online-Diskussionsforen

Gemeinsam mit zwei siebenten Klassen des GRG3 Radetzkystraße untersuchen WissenschafterInnen der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ICLTT/IKT) Formen des Schreibens über Migration und Bildung in den Foren der Online-Zeitung derStandard.at. Die LeserInnenkommentare sollen mittels kritischer Diskursanalyse nach dem diskurshistorischen Ansatz und qualitativen Methoden genauer unter die Lupe genommen werden.

Außerdem ist das Projekt in ein breites Rahmenprogramm eingebettet. ZARA hat im Rahmen des Projektes sowohl im Herbst 2010, als auch im Sommer 2011 vier Workshops zu den Themen Sensibilisierung für Rassismus und Diskriminierung und Zivilcourage für SchülerInnen der 7. Klassen durchgeführt.

Das Projekt migration.macht.schule wird durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen des Programms „Sparkling Science“ gefördert, das seit 2007 die Kooperation von Schule und Wissenschaft fördert, und läuft von Oktober 2010 bis September 2012. Bei einer Tagung im Herbst 2011 werden die SchülerInnen die Projektergebnisse vorstellen, bis zum Projektende ist die wissenschaftliche Auswertung geplant.



Ziele

Ziel des Projektes ist es, den latenten bis offenen Rassismus sowie Diskriminierungen wissenschaftlich, mit dem methodischen Instrumentarium des diskurshistorischen Ansatzes, aufzuzeigen und argumentative Gegenstrategien zu begründen. Zudem sollen die SchülerInnen für die Themen Rassismus, Diskriminierung und Zivilcourage sensibilisiert werden.

Die Zivilcourage-Trainings zielten darauf ab, die zivilcouragierten Kompetenzen der Jugendlichen zu stärken. Neben Mut braucht es Handlungswissen, um in schwierigen Situationen im öffentlichen Raum einzuschreiten. Die SchülerInnen haben durch ihre aktive Teilnahme, ihre Bereitschaft zu reflektieren, zu diskutieren und ihren Enthusiasmus für das Thema „Zivilcourage“ den Workshop zu einer bereichernden Erfahrung für alle gemacht. Es wurden Begriffsdefinitionen für Zivilcourage erarbeitet sowie, anhand von filmischen Beispielen, eine Fülle von zivilcouragierten Strategien entwickelt wurden, um in Anlassfall rasch und den eigene Möglichkeiten und Grenzen entsprechend aktiv werden zu können. Besonders viel Spaß hatten die Jugendlichen an jenen Übungen, welche die persönliche Überzeugungskraft gestärkt haben. So haben sie ihre laute Kraft-Stimme trainiert und an ihrer selbstbewussten, überzeugend Körperhaltung gearbeitet.



Pressematerialien

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