EU-Projekt Chancengleichheit

Chancen und Potenziale der österreichischen Gleichbehandlungs- und Gleichstellungsgesetzgebung

ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit organisierte 2007 und 2008 mehrere zweitägige Seminare zu Rolle und Potentialen von NGOs und Gewerkschaften bzw. ArbeitnehmerInnen-Interessensorganisationen, bei der Bekämpfung von Diskriminierungen aufgrund der ethnischen Herkunft und/oder der Hautfarbe, des Alters, des Geschlechts, einer Behinderung, der Religion oder Weltanschauung und/oder der sexuellen Orientierung sowie bei der Herstellung von Chancengleichheit.

Das Seminar war Teil eines von der Europäischen Kommission finanzierten Projektes: Anti-Diskriminierung und Diversity-Training (VT/2006/009). Das Projekt wurde von der Human European Consultancy in Zusammenarbeit mit der Migration Policy Group organisiert. Es wurde in allen EU Mitgliedsstaaten sowie in der Türkei durchgeführt. In Österreich war der Verein ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassimus-Arbeit Partner dieses Projektes und unter anderem auch für die Durchführung von 2-tägigen nationalen Schulungen zum Thema Anti-Diskriminierung und Chancengleichheit verantwortlich.

TrainerInnen:

Die Seminare wurden von sechs TrainerInnen aus Österreich durchgeführt. Diese wurden von einem internationalen ExpertInnenteam geschult.

Mag.a Susi Bali
Mag. Volker Frey
Dieter Gremel
Dr.in Verena Krausneker
Mag.a Constanze Pritz-Blazek
MMag.a Katrin Wladasch

Zielgruppen:

Die Seminare richten sich an NGOs, Gewerkschaften und ArbeitnehmerInnen-interessensorganisationen, Konsumentenschutzorganisationen und BetriebsrätInnen, die aktiv sind oder aktiv werden wollen in der Bekämpfung von Diskriminierungen aufgrund von ethnischer Herkunft oder Hautfarbe, Alter, Behinderung, Religion oder Weltanschauung und/oder sexueller Orientierung:

1. VertreterInnen von NGOs, die in Bereichen der Bewusstseinsbildung, Erweiterung und Stärkung persönlicher Kompetenzen, Unterstützung von Opfern, Monitoring und Mitarbeit an politischen und gesetzlichen Maßnahmen tätig sind oder tätig werden wollen;
2. VertreterInnen von NGOs / ArbeitnehmerInneninteressensorganisationen / Gewerkschaften, die Gruppen mit einem hohen Risiko an Diskriminierung (z.B.: Roma) repräsentieren oder beraten;
3. VertreterInnen von NGOs / ArbeitnehmerInnen-Interessensorganisationen / Gewerkschaften, die Weiterbildung und/oder Beratung in Bereichen Antidiskriminierung bzw. Gleichberechtigung anbieten;
4. BetriebsrätInnen.

Ziele:

Die Seminare haben zum Ziel, die Kompetenzen der Zivilgesellschaft in deren Umgang mit Antidiskriminierung und Chancengleichheit zu entwickeln/zu fördern. Das Programm, das von einem internationalen Team erarbeitet wurde, beinhaltet unter anderem:

1. Bewusstseinsbildung dafür, was Diskriminierung ist
2. Vermittlung der Schlüsselkonzepte von Diskriminierung; wie sie auch in der EU-Antidiskriminierungs-Gesetzgebung festgeschrieben sind (direkte und indirekte Diskriminierung, Beweislast)
3. Praxisnahe Vermittlung der rechtlichen Rahmenbedingungen
4. Der “Weg zum Recht”
5. Rollen und Potentiale von NGOs und Gewerkschaften / ArbeitnehmerInnen-Organisationen etc.
6. Konkrete Umsetzung in die Praxis