Heimliche Botschaften Website des Projekts "Gleiche Chancen"


Durch Sprache wird Realität konstituiert und insofern ist Sprache Macht. In unserem Wortschatz gibt es immer wieder Begriffe, die wir teilweise bereits in der Kindheit übernommen haben und unhinterfragt weiterverwenden. Sie sind von uns nicht böse gemeint, können aber starke Irritationen, Kränkungen und Unverständnis bei anderen auslösen. Viele "geflügelte Worte" haben diskriminierenden oder ausgrenzenden Charakter, manche Begriffe sind auch offensichtlich rassistisch und sollten nicht verwendet werden. Auch einige scheinbar vollkommen harmlose Begriffe haben es in sich.

Suchen wir gemeinsam Alternativen zu folgenden Begriffen, die noch immer in unserer Alltagssprache "herumgeistern"!

"getürkt"
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"Bananenrepublik"
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"Kanake"
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"Tschusch"
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"Herumzigeunern"
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"Neger"
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"Eskimo"
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"bis zur Vergasung"
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"das schwache Geschlecht"
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"Kaff"/"Kaffer"
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"getürkt"

wird synonym verwendet für "falsch", "gefälscht", "vorgetäuscht".
Der Begriff wurde nach den "Türkenkriegen" im 16. und 17. Jahrhundert kreiert und diente der Verunglimpfung des ehemaligen Gegners als jemand, der mit unlauteren Mitteln kämpft. Natürlich stellt die Verwendung des Begriffes für heute lebende TürkInnen eine Beleidigung dar.

Wie würde es Ihnen gefallen, wenn "betrügen" in Zukunft "österreichern" oder "europäern" hieße?