Heimliche Botschaften Website des Projekts "Gleiche Chancen"


Durch Sprache wird Realität konstituiert und insofern ist Sprache Macht. In unserem Wortschatz gibt es immer wieder Begriffe, die wir teilweise bereits in der Kindheit übernommen haben und unhinterfragt weiterverwenden. Sie sind von uns nicht böse gemeint, können aber starke Irritationen, Kränkungen und Unverständnis bei anderen auslösen. Viele "geflügelte Worte" haben diskriminierenden oder ausgrenzenden Charakter, manche Begriffe sind auch offensichtlich rassistisch und sollten nicht verwendet werden. Auch einige scheinbar vollkommen harmlose Begriffe haben es in sich.

Suchen wir gemeinsam Alternativen zu folgenden Begriffen, die noch immer in unserer Alltagssprache "herumgeistern"!

"getürkt"
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"Bananenrepublik"
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"Kanake"
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"Tschusch"
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"Herumzigeunern"
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"Neger"
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"Eskimo"
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"bis zur Vergasung"
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"das schwache Geschlecht"
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"Kaff"/"Kaffer"
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"Kanake"

Wird abwertend für "Fremde" verwendet, insbesondere sind damit immer wieder migrantische ArbeitnehmerInnen gemeint. Der Begriff hat einen sehr beleidigenden Touch, da damit auch "primitiv" und "unselbständig" (also "Hilfsarbeiter") assoziiert wird. Das Wort "Kanake" kommt vom polynesischen Begriff für "Mensch" (vgl. Hirschberg, Walter 1988: "Neues Wörterbuch der Völkerkunde", 243). Es wurde von den EuropäerInnen zu Beginn der Kolonialisierung der Südsee für HawaiianerInnen verwendet und dann auf alle BewohnerInnen der kolonialisierten Inseln ausgeweitet, daher die Assoziationen mit "dienend" ("Hilfsarbeiter") und "primitiv". Die Kolonialisierung anderer Menschen wurde immer wieder damit gerechtfertigt, dass diese als angeblich weniger "weit entwickelt", was auch immer das heißen sollte und irgendwelchen "primitiven", weil nicht-christlichen Religionen anhängend als minderwertig eingestuft wurden.