Strategien gegen Rassismus in den österreichischen MedienDer Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit – ZARA in Wien hat gemeinsam mit der »Universitären Initiative gegen Fremdenfeindlichkeit« in Graz ein strategisches Projekt gegen Rassismus in den Medien erarbeitet. Sprache kann verletzen, ausschließen oder »eingefleischte« Vorurteile und Stereotypen bestätigen. Was in Medien verbreitet wird, gilt oft in der gesellschaftlichen Diskussion als »schwarz-auf-weiß« »bewiesen«. Sensibler Sprachgebrauch mit dem Ziel, weniger vorurteilsbehaftete Berichterstattung zu erreichen, steht im Zentrum der Aktion: »In einem österreichweit breit ausgesandten Brief werden Medienschaffende gebeten, mit uns in einen Kommunikationsprozess einzusteigen. Dabei geht es nicht darum, JournalistInnen Vorwürfe zu machen, sondern in einer gemeinsamen Anstrengung einer sensibleren – und damit besseren – Berichterstattung den Weg zu bereiten«, sagt die engagierte Linguistin Verena Krausneker, die die Aktion für ZARA betreut. Wichtig ist ihr dabei, dass es eine Hilfestellung für jene Medienschaffenden geben soll, denen eine solche sensiblere Wortwahl wichtig ist, und die sich immer wieder in Entscheidungsnot sehen. »Das geht ganz ohne `moralischen Zeigefinger´«, ist sich die Sprachwissenschaftlerin sicher. In einem umfassenden Informationsartikel, der ab sofort auf der ZARA-Homepage (www.zara.or.at) einseh- und herunterladbar ist, werden verschiedene konkrete sprachliche Strategien vorgeschlagen und Hinweise auf mögliche, weniger problematische Formulierungen gegeben. Diese Aktion ist durch Einzelpersonen unterstützbar: es werden – um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen – Unterschriften gesammelt, siehe Text auf zara.or.at |