Die Stadt Wien hat Verantwortung übernommenDer Verein ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) widmet sich der Anti-Rassismus-Arbeit. Rassismus ist ein Bestandteil des österreichischen Alltags: Menschen, die damit konfrontiert werden, brauchen Information, Unterstützung, Hilfe und rechtliche Beratung. Die von ZARA betriebene Beratungsstelle für ZeugInnen und Opfer von Rassismus war aus finanziellen Gründen von der Schließung bedroht und wird nun doch weiterbestehen können. Dank einer Sonderförderung der Magistratsabteilung 20 und dem persönlichen Engagement von Stadträtin Renate Brauner ist der Betrieb der Beratungsstelle bis Ende Dezember 2003 gesichert. ZARA-Obmann Dieter Schindlauer freut sich auch über die eingegangenen Spenden zahlreicher Privatpersonen, die, so Schindlauer, »nach wie vor einen sehr wichtigen Beitrag zum Fortbestehen der Institution leisten«. Die Bedeutung der Beratungsstelle ist nicht zuletzt durch die stark angestiegene Zahl der gemeldeten und bearbeiteten Fälle gewachsen: von Jänner bis Juli 2003 wurden bereits 230 registriert. Im Jahr davor waren es im gleichen Zeitraum 162 Fälle. Österreich hat sich durch den Beitritt zur EU dazu verpflichtet, die Richtlinie 2000/43/EG zur Anwendung des Gleichheitssatzes ohne Unterschied der »Rasse« oder der ethnischen Herkunft bis 19. Juli 2003 umzusetzen. Umso wichtiger ist es, die Monitoring-Funktion von ZARA, der einzigen österreichischen Einrichtung die sich rassistischer Vorfälle annimmt, langfristig zu sichern. |