Zivilcourage und Anti-Rassismus-NEWSLETTER Ausgabe: Nr. 19 (31. Oktober 2013)

Neue ZARA-Vorstandsmitglieder

Der Politikwissenschaftler Gerd Valchars, der ehemalige Direktor der UNIDO und Wirtschaftswissenschaftler Wilfried Lütkenhorst sowie der Mitbegründer der Wiener Tafel, Erich Cada, verstärken seit September den Vorstand von ZARA und lösen die langjährigen Vorstands- und Gründungsmitglieder Katrin Wladasch (zuletzt Obfrau) und Petra Egger (zuletzt Kassierin) ab. Ebenfalls nicht wieder angetreten für den Vorstand ist der Migrationsforscher Bernhard Perchinig. Zur neuen Obfrau wurde die Rechtswissenschaftlerin und Kultur- und Sozialanthropologin Pia Ettenauer, die dem ZARA-Vorstand seit 2009 angehört, gewählt.

Nähere Informationen finen sie hier.

ZARA sucht GeschäftsführerIn für gemeinnützige Trainings GmbH

Der Verein ZARA sucht zum ehestmöglichen Zeitpunkt eineN GeschäftsführerIn für die unternehmensrechtliche Vertretung seiner in Gründung befindlichen gemeinnützigen Trainings-GmbH. Das Beschäftigungsausmaß beläuft sich auf 20 Stunden/Woche.

Nähere Informationen zur Stellenausschreibung finden Sie hier.

Die zweiten queeren migrantischen Filmtage vom 4. bis 8. November 2013

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr veranstaltet der Verein zur Integration und Förderung von homosexuellen MigrantInnen (MiGaY) heuer unter dem Motto "Wir schaffen Durchblick" vom 4. bis zum 8. November 2013 zum zweiten Mal die queeren migrantischen Filmtage im Schikaneder-Kino. Bei den Filmtagen werden bewegte und bewegende Geschichten über, mit und von queeren MigrantInnen erzählt. Die Veranstaltung ist europaweit die einzige, die sich mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen an der Schnittstelle zwischen Migration und Sexualität bewegt und bietet dem Publikum einen queeren Blick über den Tellerrand.
Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Wann: Montag, 4. November bis Freitag, 8. November 2013

Wo: Schikaneder-Kino, Margaretenstraße 22-24, 1040 Wien

Eintritt frei! Kartenreservierung unter: office@migay.at

Veranstaltungen zum Gedenken "75 Jahre Novemberpogrome"

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es im gesamten Deutschen Reich zu organisierten Gewaltmaßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung. Diese Pogrome markierten den Übergang von der Diskriminierung zur systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden und Jüdinnen in der Zeit des Nationalsozialismus.
Gemeinsam mit anderen KooperationspartnerInnen widmen die Burgenländischen Volkshochschulen dem Gedenken an die Novemberpogrome vor 75 Jahren einen Programmschwerpunkt.

Filmabend
Dokumentarfilm "Dann bin ich ja ein Mörder"
Filmvorführung und Gespräch mit Ao. Univ.-Prof. Dr. Walter Manoschek

Wann: Sonntag, 3. November 2013, 17:00 Uhr
Wo: Komm' Zentrum der Gemeinde Deutsch Schützen

Am 29. März 1945 wurden im burgenländischen Deutsch Schützen etwa 60 ungarisch-jüdische ZwangsarbeiterInnen von drei SS-Männern erschossen. Einer der mutmaßlichen Mörder war SS-Unterscharführer Adolf Storms, der für diese Tat niemals zur Rechenschaft gezogen wurde. 63 Jahre nach der Tat ist es Walter Manoschek gelungen, ihn zu interviewen. In Gesprächen mit Storms, tatbeteiligten HJ-Führern und Juden, die das Massaker überlebten, wird das Verbrechen rekonstruiert und Fragen nach dem Vergessen, dem Verdrängen und der Verantwortung gestellt.
Mehr Informationen unter 0 33 52/ 34 252.

_____________

Lesung
"Ari heißt Löwe"
Erinnerungen von Ari Rath, langjähriger Chefredakteur der "Jerusalem Post"

Wann: Mittwoch, 6. November 2013, 18:00 Uhr
Wo: Bauernmühle in Mattersburg

Der 1925 in Wien geborene Sohn galizischer Juden musste 1938 nach dem Einmarsch Hitlers in Österreich mit seinem Bruder fliehen. In Palästina war er Gründungsmitglied des Kibbuz Chamadiya. 1957 trat Rath in die Redaktion der "Jerusalem Post" ein, deren Leitung er 1975 übernahm, vier Jahre später wurde er auch deren Herausgeber. Ari Rath war oft Zeuge einschneidender Ereignisse in Politik und Zeitgeschichte, die er nun in einem sehr persönlichen Buch aufgeschrieben hat. Er lebt heute als Publizist in Wien und Jerusalem.
Mehr Informationen unter: 0 26 26/ 67 740

Weitere Veranstaltungen und Informationen finden Sie hier.

Dokumentation "Nicht verstummt - Gehörlose im NS-Regime" am 10. November auf ORF III

Am 10. November 2013 wird der preisgekrönte Dokumentarfilm "Nicht verstummt - Gehörlose im NS-Regime" über das Schicksal der österreichischen Gehörlosengemeinschaft auf ORF III ausgestrahlt. Im Film von ZARA-Mitgründerin Verena Krausneker und Katharina Schalber erzählen erstmals gehörlose ZeitzeugInnen in Österreichischer und Amerikanischer Gebärdensprache ihre Geschichten. Sie gebärden darüber, was die NS-Herrschaft in ihrer Gemeinschaft anrichtete, berichten von Bedrohung, Verfolgung und Überleben. Der Film wird in Gebärdensprache mit deutscher Synchronisation und deutschen Untertiteln gespielt.

Wann: Sonntag, 10. November 2013, 14: 15 bis 15:05 Uhr auf ORF III

Mehr Informationen hier.

ZARA-Zivilcourage-Workshop am 14. und 15. Novemberber

Was ist Zivilcourage? Wie begegne ich Angriffen, Ohnmacht, Aggression, Angst oder z.B. der Situation "Einer gegen Alle" - Was kann ich wann tun? Wo sind meine Grenzen? Basierend auf den individuellen Erfahrungen der TeilnehmerInnen wird es darum gehen, den persönlichen Handlungsspielraum zu erweitern, eigene Grenzen auszuloten und körperliche wie verbale Selbstbehauptung zu trainieren.

Wann: Freitag, 15. November 2013, 16:00 bis 20:00 Uhr und Samastag, 16. November 2013, 9:00 bis 17:00 Uhr

Wo: VHS Ottakring, Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien (U6 Thaliastraße)

Kosten: 100 Euro

Anmeldung unter:
VHS Ottakring
Kursnummer: G06509
Tel: 01 / 89174 116 000, Fax: 01 / 89174 316 000
Mail: office.ottakring@vhs.at

Mehr Informationen: http://www.zara.or.at/index.php/trainings/naechste-termine

ExpertInnengespräch "Mobilität und Migration - Grundlagen für eine gerechte Gesellschaft"

Welche Faktoren beeinflussen die Verkehrsmittelwahl von MigrantInnen? Sind sie in ihrer Mobilität gleichberechtigt oder werden sie darin benachteiligt oder sogar beeinträchtigt? Was braucht es, damit alle Menschen gleichberechtigt mobil sein können?
Um diese und andere Fragen zu beantworten veranstaltet der ÖAMTC am Dienstag, den 3. Dezember 2013, ein ExpertInnengespräch.
Nach einem Impulsreferat des Anti-Rassismus-Experten und Buchautors, Mark Terkessidis, zu der Frage "Werden Migrantinnen und Migranten in ihrer Mobilität benachteiligt?", stehen verschiedene ExpertInnen zu diesem Thema für eine Diskussion bereit. Eingeladen sind Karlheinz Klausner von den Wiener Linien, Theodora Manolakos von der Wiener Magistratsabteilung 17, Belinda Kazeem-Kaminski, freie Autorin und Kulturtheoretikerin, Dina Malandi von der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus sowie der Exekutivbeamte, Kriminologe und Anti-Rassismus-Aktivist, Uwe Sailer. Moderiert wird die Veranstaltung von der ÖAMTC-Migrationsbeauftragten Nasila Berangy-Dadgar.

Wann: Dienstag, 3. Dezember 2013, 10:00 bis 11:30 Uhr

Wo: ÖAMTC Generalsekretariat, Schubertring 1-3, 1010 Wien

Mehr Informationen finden Sie hier.
Anmeldung bis 29. November 2013 an nasila.berangy@oeamtc.at

Filmfestival der Menschenrechte "this human world"

Vom 5. bis zum 12. Dezember 2013 findet in Wien das internationale Filmfestival der Menschenrechte "this human world" statt. "this human world" wurde 2008 anlässlich des 60. Jubiläums der Deklaration der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte als erstes Filmfestival dieser Art in Österreich ins Leben gerufen. Als Mitglied des internationalen Human Rights Film Network (HRFN) konzentriert und spezialisiert sich "this human world" auf die Vermittlung, Diskussion und Verbreitung von Filmen, die wichtige Fragen unserer globalen Gesellschaft beleuchten. Die Dokumentationen, Spielfilme sowie Animations- und Kurzfilme werden während des Festivals von Panels, Publikumsdiskussionen und Vorträgen begleitet.

Wann: Donnerstag, 5. Dezember bis Donnerstag, 12. Dezember 2013

Mehr Informationen finden Sie hier.
Facebook: https://www.facebook.com/this.human.world.festival?fref=ts

"DU bist Vielfalt …" - zeitim:puls4 Kurzfilmwettbewerb ab 1. November 2013

Am 1. November 2013 startet die vierte Auflage des zeitim:puls Kurzfilmwettbewerbs. Unter dem Motto "DU bist Vielfalt…" haben junge Menschen die Möglichkeit, sich kreativ mit Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Weltanschauung, Religion, Alter, sexueller Orientierung und Behinderung als komplementäre Elemente einer diversitären Gesellschaft auseinanderzusetzen. Dabei werden die Schwerpunkte Solidarität, Toleranz, Respekt, Identität und Demokratie verstärkt im Mittelpunkt stehen. Übergreifendes Generalthema des Kurzfilmwettbewerbs bleibt auch dieses Jahr die Benennung der eigenen Identität als Schlüssel der Selbstbestimmung und Weg zu einem verständnisvollen Miteinander.
Der Wettbewerb richtet sich vor allem an junge Menschen, SchülerInnen und Studierende, die Informations- und Dokumentationsfilme, Trick- und Animationsfilme, Amateurfilme und Handyfilme einreichen können.
Zur Anmeldung geht es hier.

Mehr Informationen finden Sie hier.