Zivilcourage und Anti-Rassismus-NEWSLETTER Ausgabe: Nr. 05 (16. März 2011)

PRÄSENTATION und PRESSEKONFERENZ: ZARA Rassismus Report 2010

Der Rassismus Report 2010 beinhaltet eine Auswahl der von ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit im Jahr 2010 aufgenommenen und dokumentierten rassistischen Vorfälle in Österreich. Die gegliederte Falldokumentation veranschaulicht, in welchen Lebensbereichen Personen mit Rassismus konfrontiert sind und macht sichtbar, aufgrund welcher Diskriminierungsgründe Personen ausgeschlossen und/oder abgewertet werden.

Wann: Montag, 21. März 2011 (Internationaler Tag gegen Rassismus), 10.00 Uhr
Wo: Café Griensteidl (Karl Kraus Saal), Michaelerplatz 2, 1010 Wien

Für Rückfragen:
ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit
Claudia Schäfer
Tel.: 01-929 13 99-18
presse@zara.or.at
http://www.zara.or.at


BUCHPRÄSENTATION / FILM / DISKUSSION: Bezahlte Hausarbeit und Organisierung

Bezahlte Hausarbeit, durch die ungleiche Geschlechter - und Klassenverhältnisse reproduziert werden, ist funktionaler Teil des peripheren Kapitalismus in Brasilien. Die Autorin Johanna Neuhauser erforscht in ihrem Buch "Zwischen Anpassung und Widerstand. Hausarbeiterinnen in Recife/Brasilien" anhand qualitativer Interviews mit Hausarbeiterinnen die Beziehung zwischen Hausarbeiterin und Arbeitgeberin, welche die tiefe Gespaltenheit der brasilianischen Gesellschaft im Mikrokosmos der Familie widerspiegelt. Die Auslagerung von Hausarbeit an Frauen unterer Klassen findet jedoch nicht nur in Ländern des globalen Südens statt, sondern ist vermehrt auch in den kapitalistischen Zentren zu beobachten.
Der Dokumentarfilm "Mit einem Lächeln auf den Lippen" der Berliner Filmemacherin Anne Frisius erzählt die Geschichte von Ana S., die nach 3 Jahren unterbezahlter Hausarbeit bei einer Hamburger Familie beschließt, dass sie einen angemessenen Arbeitslohn vor Gericht einklagen will - obgleich sie als "illegal" gilt, weil sie keinen offiziellen Aufenthaltstitel hat.

Buchpräsentation & Diskussion -
Nach einem filmischen Einstieg ("Mit einem Lächeln auf den Lippen") diskutiert die Autorin Johanna Neuhauser mit ExpertInnen.
Wann: Donnerstag, 17. März 2011, 19.00 Uhr
Wo: Akademie der Bildenden Künste (Raum M13), Schillerplatz 3, 1010 Wien
Link: http://www.myspace.com/prekaer/blog/542379968

Film & Diskussion -
Nach der Filmvorstellung diskutiert die Buchautorin Johanna Neuhauser mit Luzenir Caixeta (maiz - Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen in Linz) und Sandra Stern vom PrekärCafé, JKU Linz (Moderation).
Wann: Donnerstag, 24. März 2011, 18.00 Uhr
Wo: Moviemento, OK-Platz 1, 4020 Linz
Link: http://www.kiezfilme.de/laecheln


VORTRÄGE und PODIUMSDISKUSSION: 200 Jahre Unabhängigkeit - auch für die Nachkommen der Sklaven?

Im von der UN ausgerufenen internationalen Jahr der Menschen afrikanischer Herkunft 2011 drängt sich die Frage auf, wie es heute um die soziopolitische Präsenz der Afro-Descendants (Nachkommen der Sklaven) bestellt ist.
Dieser Frage widmen sich drei Vorträge sowie eine anschließende Podiumsdiskussion u.a. mit Ulrike Lunacek (Sprecherin der Europäischen Grünen) und Rosa Amelia Plumelle-Uribe (Schriftstellerin aus Kolumbien) sowie Adriana del Rocío Rueda Novoa (Universitätsprofessorin an der Universidad Andina Simón Bolívar).

Die Veranstaltung ist auf Spanisch und wird simultan auf Deutsch übersetzt.

Wann: Freitag, 18. März 2011, ab 16.30 Uhr Vorträge und ab 18.30 Podiumsdiskussion
Wo: Albert-Schweitzer-Haus Wien, Veranstaltungszentrum, Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

Link: http://www.wik-vernetzungsbuero.at/uploads/media/FLYER.pdf


WORKSHOP: Zivilcourage - aber wie?

Wer kennt sie nicht? - kritische oder gewaltbehaftete Situationen in denen wir uns plötzlich entscheiden müssen, ob wir eingreifen oder nicht. Doch was ist die richtige Reaktion? Wie hoch ist dabei das Risiko? Und warum schauen alle anderen weg?
Im Zivilcourage-Training definieren wir zunächst Situationen, die Zivilcourage erfordern. Anschließend gilt es, sich in diese hineinzuversetzen und an Lösungen zu arbeiten. Wesentlich ist es, die Risiken einschätzen zu lernen, um sie bewusst handhaben zu können. Das Training knüpft an die bisherigen Erfahrungen der TeilnehmerInnen an - ihr Wahrnehmen, Handeln und Entscheiden unter Stress sowie die Kommunikation unter Konfliktdruck.

ReferentInnen:
* Mag.a Susi Bali, EmPowerTrain, ZARA
* GenMjr Franz Gegenleitner, BA, Landespolizeikommando OÖ

Teilnahmegebühr: 24,- Euro
(Für Mitglieder der Kepler Society, Studierende, Bedienstete
der JKU und der MitveranstalterInnen: 19,- Euro)

Wann: Samstag 19. März 2011; ab 10.00 - 18.00 Uhr
Wo: Johannes Kepler Universität Linz, Altenbergerstraße 69, 4040 Linz

Anmeldung und Information:
am Zentrum für Soziale und Interkulturelle Kompetenz, Johannes Kepler Universität Linz
Tel.: 0732/2468-3402 | cscc@jku.at

Link: http://www.sozialekompetenz.org/aktuelles/zivilcourage.pdf


DEMONSTRATION und KONZERT für Frauenrechte

Großdemonstration für Frauenrechte anläßlich des 100-jährigen Jubiläums des internationalen Frauentags:
Wann: Samstag, 19. März 2011, ab 14.00 Uhr
Wo: Treffpunkt Schwarzenbergplatz
Abschlusskundgebung 16.00 Uhr vor dem Parlament

Link: http://www.20000frauen.at/

Anschließend präsentiert Femous - platform for famous female culture:
Konzert "a femous centenary night in der Ottakringer Brauerei"!

Mit:
Peaches (DJ), Nailah Porter, Célia Mara, Electric Indigo, Sweet Susie, Matilda Leko, Joyce Muniz, Tini Trampler & Die dreckige Kombo, Pia Palme, CHRA, The Rounder Girls, Christina Zurbrügg, Irradiation, Soe Tolloy, Catch-Pop String-YOK!, Iyasa, the femous orchestra, brunnhilde DJne Kollektiv, u.a.

*Moderation: Lucy McEvil, Grace Latigo
*Eröffnung: Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek

Wann: Samstag, 19. März 2011, 18.00 Uhr
Wo: Ottakringer Brauerei, Ottakringer Straße 91, 1160 Wien

Link: http://www.femous.org/


DISKUSSION & KONZERT: Roma-Rap-Culture: Message and More aus Serbien.

Romapolitiken in Europa sind heute mehr denn je von Rassismen und Stereotypen geprägt. Auch die Realität der Roma in den neuen Staaten Ex-Jugoslawiens ist von politischer und sozialer Ausgrenzung geprägt. Wobei die kulturelle Selbstermächtigung v.a. im Bereich der Musik, eine Strategie zur Emanzipation in der Mehrheitsgesellschaft darstellt. Ein gutes Beispiel sind hier die Belgrader Roma-Band KAL sowie das Phänomen des "Roma Hip Hop", welches sich in den letzten Jahren als Ausdrucksform unter Roma-Jugendlichen u.a. in Serbien entwickelt hat.

Im Anschluss an die Diskussion (u.a. mit den serbischen Wissenschaftlerinnen Dragana Antonijevic und Ana Banic-Grubišic, welche die kulturelle Praxis des "Roma Hip Hop" erforscht haben) findet ein Konzert der Band KAL statt (ab 21.00 Uhr).

Um Anmeldung wird gebeten: toth@vidc.org

Wann: Montag, 28. März 2011, ab 18.30 Uhr
Wo: Ostklub Wien, Schwarzenbergplatz 10, 1040 Wien

Eintritt frei!

Link: http://www.vidc.org/

PUBLIC LECTURE: Überall diskriminiert. Die Situation der Roma in der Europäischen Union.

Aus einer europaweiten Studie der EU-Grundrechteagentur vom April 2009 geht hervor, dass die Mehrheit der Roma in der EU in allen Lebensbereichen Diskriminierungen ausgesetzt ist. Die EU startete als Reaktion verschiedene Initiativen zur besseren Gewährleistung der Rechte von Roma.

Über Möglichkeiten und Herausforderungen bei der sozialen und politischen Inklusion von EU-BürgerInnen mit Roma-Hintergrund diskutieren:

*Nele Meyer (Executive Officer ESCR, Amnesty International EU Office, Brüssel)
*Valeriu Nicolae (Policy Center for Roma and Minorities, Bucharest)
*Katalin Brenner (Generaldirektion Regionalpolitik, Europäische Kommission)
*Manfred Nowak (Forschungsplattform "Human Rights in the European Context", Universität Wien, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte), Moderation

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Es wird bei Bedarf aber Simultanübersetzung ins Deutsche angeboten (bitte bei Anmeldung angeben).

Um Anmeldung wird gebeten: publiclecture.human-rights@univie.ac.at

Wann: Dienstag, 29. März 2011, 19.00 Uhr
Wo: Haus der Europäischen Union, Wipplingerstraße 35, 1010 Wien

Link: http://bim.lbg.ac.at/de/termine/ueberall-diskriminiert-situation-roma-eu