Zivilcourage und Anti-Rassismus-NEWSLETTER Ausgabe: Nr. 11 (02. Juli 2014)

Nur wenige Verhetzungsfälle landen vor Gericht

Das Justizministerium bestätigt nun auf Grund einer parlamentarischen Anfrage, was wir schon lange beobachten: Nur wenige Fälle von Verhetzung landen tatsächlich vor Gericht, noch seltener kommt es zu Verurteilungen. Von 348 Verhetzungsfällen, berichtet derStandard.at, kam es im Vorjahr zu lediglich 21 Anklagen und nur 11 Verurteilungen. Damit liegt die Verurteilungsquote mit 3 Prozent weit unter dem Gesamtdurchschnitt der Strafverfahren (21 Prozent).

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G@together - Newsletter zum 1. Projektjahr erschienen

Anlässlich des ersten abgeschlossenen Projektjahres unseres Forschungsprojektes G@together - get together without barriers ist jetzt der erste Newsletter erschienen! G@together ist ein internationales Forschungsprojekt, bei dem wir gemeinsammit den PartnerInnen INSET Research & Advisory und der der Istanbul Bilgi Universität eine Online Job Plattform konzipieren werden, die basierend auf Forschungsergebnissen "Diskriminierungstrigger" bei der Arbeitssuche weitgehend ausschliessen soll. Eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse sowie der daraus resultierenden Empfehlungen können Sie jetzt im Newsletter des G@together-Projektes lesen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Brutaler Angriff auf einen 16-jährigen Rom in Frankreich

In Frankreich sorgt ein brutaler Angriff auf einen Roma-Teenager für Entsetzen. Laut Medienberichten haben Jugendliche aus dem Pariser Vorort Pierrefitte-sur-Seine den Jungen grausam zusammengeschlagen und dann bewusstlos in einem Einkaufswagen abgelegt. Zuvor hatte man den Rom beschuldigt, für Einbrüche und Diebstähle in der Gegend verantwortlich zu sein. Präsident François Hollande verurteilte den Angriff als "entsetzlich und durch nichts zu rechtfertigende Tat, die alle Grundsätze der Republik verletze". Das European Roma Information Office (ERIO) fordert die rasche Aufklärung des Falls sowie eine gesetzmäßige Bestrafung der verantwortlichen TäterInnen.

Mehr Informationen zu dem Fall findne Sie hier.

European Summer School on "Prejudice, Genocide, Remembrance" - jetzt bewerben!

Vom 25. bis zum 29. August 2014 organisieren das Tom Lantos Institute und die Eötvös Loránd University Faculty of Education and Psychology gemeinsam mit CEJI (A Jewish Contribution to an Inclusive Europe) die European Summer School zum Thema "Prejudice, Genocide, Remembrance". Die Sommerschule vermittelt Fachgrundlagen und Grundkompetenzen in den Bereichen der Holocaust-Erziehung und Menschenrechtsbildung durch einen multidisziplinären Ansatz und richtet sich an PädagogInnen, JournalistInnen sowie MitarbeiterInnen öffentlicher Institutionen und der Zivilgesellschaft. Neben Workshops und Diskussionen relevanter Fallbeispiele zum Thema Menschenrechtsverletzungen, sollen Fähigkeiten zur Prävention und Bekämpfung dieser Problematiken erlernt werden. Anmeldeschluss ist am Sonntag, den 20. Juli 2014!

Mehr Informationen finden Sie hier.

Einladung zur Info-Veranstaltung des Klagsverbands

Der Klagsverband lädt am Montag, den 22. September 2014, im Vorfeld seiner jährlichen Klausur zu einer Info-Veranstaltung ein. Interessierte Organisationen können dabei den den Klagsverband kennenlernen und mehr über seine nunmehr 10-jährige Tätigkeit erfahren. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Vernetzung mit den Mitgliedsvereinen des Klagsverbands. Um Anmeldung wird gebeten.

Wann: Montag, 22. September 2014, 16:00 Uhr bis 19:30 Uhr
Wo: Kolpinghaus Wien-Zentral, Gumpendorferstraße 3, 1060 Wien

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Getting Ready for the Field - IPT Grundkurs auf der Friedensburg Schlaining

Vom 28. September bis zum 11. Oktober bietet die Friedensburg Schlaining im Rahmen des International Civilian Peacekeeping and Peace-building Training Programme (IPT) einen Peace- Building-Grundkurs an. Dieser richtet sich an alle, die in beziehungsweise mit nationalen oder internationalen NGOs, IGOs, Regierungen etc. arbeiten (möchten) und dient der Vorbereitung für die zivilgesellschaftliche Arbeit im Bereich Krisenmanagement und Konfliktprävention. Die Kurskosten betragen 725,- Euro pro Woche. TeilnehmerInnen aus nicht-OECD Staaten haben bis zum 11. Juli 2014 die Möglichkeit, sich für ein Stipendium zu bewerben.

Informationen zu diesem und weiteren Kursen finden Sie hier.