Zivilcourage und Anti-Rassismus-NEWSLETTER Ausgabe: Nr. 1 (14. Jänner 2016)

Gesetz: Novellierter Verhetzungsparagraf in Kraft

Seit dem 1.1.2016 ist die Strafrechtsreform und damit auch der adaptierte Verhetzungsparagraph in Kraft getreten.

Zwar wurden die vor Verhetzung zu schützenden Gruppen um "Fremde" bzw. "AusländerInnen" erweitert, Flüchtlinge bzw. AsylwerberInnen sind jedoch nach wie vor nicht erfasst. Gerade aber diese Gruppe wird derzeit besonders oft Opfer von Hass- und Hetzreden.

In einer ausführlichen Stellungnahme hat ZARA diesen und weitere Punkte zur Novelle bereits in der Begutachtungsphase kommentiert.

Artikel: Können Job-Plattformen Diskriminierungstrigger ausschalten?

Dieser Frage geht der Artikel "Soziotechnologische AkteurInnen auf einem angespannten Arbeitsmarkt. Diskriminierung und Online-Job-Plattformen" von den ZARA MitarbeiterInnen Andreas Schadauer und Claudia Schäfer in der aktuellen Ausgabe der Sozialwissenschaftlichen Rundschau nach. In der Analyse geht es zum einen darum, inwieweit sozio-technologische Objekte - also die Plattformen - die Arbeitssuche beeinflussen und prägen, zum anderen darum, in welchen Situationen online Job Plattformen anti-diskriminatorische Impulse setzen können: Genauer, in welchen Situationen der Arbeitssuche und Bewerbung kann eine online Plattform durch ein entsprechendes Design Diskriminierungstrigger ausblenden und das Verhalten verschiedener AkteurInnen entsprechend beeinflussen, um Diskriminierung zumindest zu erschweren.

Den vollständigen Artikel können Sie hier abrufen.

Mehr Informationen, Artikel und Videos zu unseren Aktivitäten im arbeitsmarktpolitischen Projekt G@together - get together without barriers finden Sie hier.

Roma Ball in Unterwart

Die Volkshochschule der Burgenländischen Romnija/Roma veranstaltet am 16. Jänner 2016 den südburgenländischen Romnija-/Roma Ball in Unterwart. Er hat seit jeher eine besondere Bedeutung für die Volksgruppe und wird unter großer Beteiligung von Roma und ihren FreundInnen gefeiert.
Fixer Bestandteil des Programms ist die Wahl einer Romnjia-/Romakönigin, Tombola und Romnija-/Romamusik.
Musikalisch untermalt wird der Abend von der Antal Kopár Band, als Stargast konnte Toni Wegas gewonnen werden.

Die rechtzeitige Reservierung von Karten und Plätzen wird empfohlen - lassen Sie sich nicht einen stimmungsvollen Abend bei mitreißender Musik entgehen!

Wann: 16.Jänner 2016, 20h (Einlass ab 19:00h, Beginn um 20:00h)
Wo: Ungarischer Hof/Gemeindesaal, Unterwart 219, 7501 Unterwart
Eintritt: VVK € 12,-- / AK € 15,-- (Kinder bis 12 Jahre - Eintritt frei)
Tischreservierungen unter 03352/33940

Nähere Informationen finden Sie hier.

Vortrag "Survival as a daily routine"

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) lädt in Kooperation mit dem Romano Centro am 20. Jänner 2016 zu dem Vortrag "Survival as a daily routine. History and memory of the Nazi genocide among Roma from the Belarusian-Lithuanian border region" ein.

Die Vortragende, Volha Bartash, ist Forscherin beim VWI und stellt sich bei ihrem Vortrag folgenden zentralen Fragen: Wie haben Romnija/Roma auf die Verfolgung der Nazis reagiert und welche Überlebensstrategien wurden entwickelt? Wie unterschieden sich die Strategien zwischen sesshaften und nicht-sesshaften Communities? Welche Formen nahm der Widerstand an?

Wann: 20. Jänner 2016, 17h
Wo: Romano Centro, Hofmannsthalgasse 2/2, 1030 Wien

Weitere Informationen finden Sie hier.

Premiere: "Ikarus oder der Traum vom Fliegen"

Am 21. Jänner 2016 feiert das Tanzstück "Ikarus oder der Traum vom Fliegen" im Dschungel Wien Premiere.
Der Mythos von Ikarus ist der Ausgangspunkt für dieses Tanztheaterstück über Mut und Neugierde, Kühnheit und Entdeckungen, Gefahr und Abhängigkeit. In der griechischen Mythologie lehrte Dädalus seinen Sohn Ikarus die Kunst des Fliegens, wie ein Vogel, der seine Jungen von einem hoch gelegenen Nest in die Lüfte lockt. Grund dafür war die geplante Flucht aus dem Labyrinth des Königs Minos.

Im Stück erzählt das Tanztrio die Geschichte von Ikarus mit Mitteln der Bewegung auf innovative Art und Weise nach. Gespielt wird mit dem Traum vom Fliegen und dem Thema Flucht. Jede/r sollte die Möglichkeit haben, seine/ihre Vorstellungskraft zum Schweben zu bringen, um zu entdecken, wer sie oder er wirklich ist - in dem Wissen, dass man aufgefangen wird, wenn man fällt.

ZARA verlost 2x2 Karten für die Premiere von "Ikarus oder der Traum vom Fliegen" am 21. Jänner 2016.
Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen, beantworten Sie bitte folgende Frage:
Wie heißt der Vater von Ikarus?

Senden Sie bitte Ihre Antwort mit Angabe des vollständigen Namens per E-Mail an: gewinnspiel@zara.or.at
GewinnerInnen werden schriftlich verständigt!

Wann: Premiere am 21. Jänner 2016, 18h
Wo: Dschungel Wien, Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Weitere Informationen zum Stück, Aufführungsterminen und Preisen finden Sie hier.

Internationaler Holocaust Gedenktag 2016

Am 27. Jänner 1945 wurde das Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Die Befreiung erfolgte zu spät - viel zu spät. Bis dahin wurden in Auschwitz 1,1 Millionen Menschen von österreichischen und deutschen Nazis ermordet: mehr als eine Million Menschen, die als Jüdinnen und Juden verfolgt wurden, 21.000 Angehörige der Romgruppen, 15.000 sowjetische Kriegsgefangene und mehr als 80.000 aus politischen und anderen Gründen nach Auschwitz Deportierte. Stellvertretend für alle Orte des Holocausts wurde das Datum der Auschwitz-Befreiung als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust von den Vereinten Nationen ausgerufen.

Auch 71 Jahre nach der Befreiung tragen wir gesellschaftliche Verantwortung für das Geschehene und rufen daher dazu auf, am 27.01.2016 der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik zu gedenken und an sie zu erinnern, damit so etwas nie wieder geschehen kann.

Gemeinsam mit der zivilgesellschaftlichen Initiative "Jetzt Zeichen setzen" laden wir dazu ein, am internationalen Gedenktag ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus zu setzen.

Wann: 27. Jänner 2016, 17h
Wo: Heldenplatz Wien, beim Weiheraum des äußeren Burgtors

Nähere Informationen finden Sie auf der Website der Initiative "Jetzt Zeichen setzen"

In Linz laden die österreichischen Freunde von Yad Vashem zusammen mit der Stadt am 27. Jänner 2016 um 19:30h zu einer Gedenkstunde ein. Die Veranstaltung findet im Pressezentrum des Alten Linzer Rathauses statt, für die musikalische Umrahmung sorgt das Klezmer Ensemble KleLi.

Wann: 27.Jänner 2016, 19:30h
Wo: Pressezentrum des Alten Linzer Rathauses, Hauptplatz 1, 4020 Linz, 4.Stock

Protest gegen "Akademikerball"

Unter dem Motto "Kein Salon dem Rechtsextremismus" ruft die Initiative "Jetzt Zeichen setzen" am 29. Jänner 2016 um 19h zur Kundgebung gegen den "Akademikerball" auf.
Sie fordern: Die Räume der Republik sollen Veranstaltungen und Vernetzungsaktivitäten der extrem Rechten keinen Platz mehr bieten!

Der zum vierten Mal von der Wiener FPÖ ausgerichtete "Akademikerball" (vormals WKR-Ball und vom Dachverband der Wiener deutschnationalen Burschenschaften organisiert) gilt als Treffpunkt für die Vernetzung der extremen Rechten aus ganz Europa.

Diese als Ball deklarierte "Veranstaltung" soll dem Rechtsextremismus in Österreich und Europa einen harmlosen und "normalen" Anschein geben. Welcher Tradition die schlagenden Burschenschaften entspringen, für die der "Akademikerball" jetzt ersatzweise statt des WKR-Balls fungiert, lässt sich beispielhaft an der Wiener Burschenschaft Teutonia ablesen, die aktuell den Vorsitz im Wiener Korporationsring (WKR) innehat. In den 90er Jahren kamen einige Kader des verbotenen neonazistischen Netzwerks 'VAPO' aus der Teutonia. 2012 verteilte sie antisemitische Flugblätter, die sich gegen den damaligen Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) richteten. Erst 2014 agitierte sie gegen das neu errichtete Deserteursdenkmal.

Wann: 29. Jänner 2016, 19h
Wo: Heldenplatz

Weitere Informationen zur Kundgebung finden Sie auf der Website der Initiative "Jetzt Zeichen setzen".

Einreichfrist SozialMarie 2016

Nicht verpassen: Die Einreichfrist für die SozialMarie 2016 läuft nur noch bis Dienstag, den 26. Jänner 2016.
Die Ausschreibung richtet sich an ProjektbetreiberInnen, die aktuelle soziale Probleme aufgreifen. Einreichberechtigt sind Projektanträge von Privatpersonen, kommerziellen Unternehmen, aus der Sozialwirtschaft (zivilgesellschaftliche Initiativen, NGO, NPO, Vereine) und der öffentlichen Verwaltung.

Seit 2005 würdigt die SozialMarie jährlich 15 hervorragende Projekte im Bereich sozialer Innovation. Die SozialMarie ist mittlerweile nicht nur in Österreich, Ungarn und Tschechien sehr gut verankert, sondern auch in der Slowakei, in Slowenien, Polen und Kroatien bestens bekannt. Die Hauptpreise sind mit Euro 15.000, Euro 10.000 und Euro 5.000 dotiert, das Preisgeld für die weiteren 12 Preise beträgt jeweils Euro 2.000.

Wann: bis 26. Jänner 2016, 23:55h
Wo: Einreichungen nur Online via Website möglich

Weitere Informationen zu den Ausschreibungen, Einreichformularen, Teilnahmebedingungen sowie Vergabekriterien finden Sie hier.

Concordia Preis 2015

Für hervorragende publizistische Leistungen in den Bereichen Menschenrechte, Demokratie und Presse-und Informationsfreiheit schreibt der Presseclub Concordia erneut die renommierten Concordia Preise aus. Bewertet werden publizistische Arbeiten, die 2015 erschienen sind.

Der Concordia Preis 2015 wird in zwei Kategorien vergeben, die jeweils mit Euro 4.000,- dotiert sind - zur Verfügung gestellt von der UniCredit Bank Austria und der "Gemeinnützigen Privatstiftung Dr. Strohmayer".

Eingereicht werden können publizierte Arbeiten sowohl aus dem Printbereich als auch aus dem Bereich der elektronischen Medien. Einsendeschluss ist der 31. Jänner 2016.
Die Bewerbungen sind an den Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien oder an office@concordia.at zu richten und jeweils mit dem Kennwort "Menschenrechte" oder "Pressefreiheit" zu versehen.

Die Vergabe des Preises erfolgt am Vorabend des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 2. Mai 2016. Die Entscheidung über die PreisträgerInnen erfolgt durch eine unabhängige Jury.

Wann: Einsendeschluss 31. Jänner 2016
Wo: per E-Mail an office@concordia.at oder per Post an: Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien

Weitere allgemeine Informationen und Ausschreibungskriterien finden Sie hier.

Tagung "Gleichbehandlung Unternehmen"

Die Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalbüro der Gleichbehandlungsanwaltschaft für Oberösterreich und das Institut für Legal Gender Studies der Johannes Kepler Universität Linz laden zur Tagung "Gleichbehandlung UNTERNEHMEN" ein.

Thema sind präventive Maßnahmen zur Förderung der Gleichbehandlung und zur Vermeidung von Diskriminierung in Unternehmen. In welchem Rahmen können Maßnahmen für Gleichbehandlung in Unternehmen umgesetzt werden? Welchen Nutzen kann dies für Unternehmen haben? Welche Beispiele gibt es dazu aus der Praxis? Diese und ähnliche Fragen werden aus verfassungsrechtlicher, betriebswirtschaftlicher und arbeitsrechtlicher Perspektive beleuchtet und durch Erfahrungen aus der Praxis ergänzt.

Die Tagung richtet sich vor allem an Führungskräfte, Personalverantwortliche, ArbeitgeberInnen und MultiplikatorInnen.

Wann: 15.März 2016
Wo: Johannes Kepler Universität Linz
Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen zu dem genauen Programm und Ort finden Sie hier.