Zivilcourage und Anti-Rassismus-NEWSLETTER Ausgabe: Nr. 4 (1. März 2016)

Demonstration gegen Kürzung der Mindestsicherung

Die Plattform Solidarität Oberösterreich ruft zu einer großen Demonstration in Linz gegen die geplanten Kürzungen bei der Mindestsicherung auf, die u.a. von SOS Mitmensch unterstützt wird.

"Wer kann von 320 €/Monat leben?" fragt die Plattform und fordert eine existenzsichernde Mindestsicherung 14x im Jahr, keine Limitierung der Mindestsicherung - jedes Kind ist gleich viel Wert, einen Mindestlohn von Euro 1.700 € Brutto pro Monat (10,- Euro pro Stunde) und entschiedene Maßnahmen zur Verringerung der Arbeitslosigkeit.

Wann: 2. März 2016, 16:30h
Wo: Start der Demonstration am Martin-Luther Platz (Linz)

Weitere Informationen zu Route und Treffpunkt finden Sie hier und hier.

Internationaler Frauentag

Am 8. März 2016 ist der Internationale Frauentag. Anlässlich dessen finden ua. nachfolgende Veranstaltungen statt:

Die MA 57- Frauenabteilung der Stadt Wien lädt in das Wiener Rathaus ein. Um 17h findet die Eröffnung der Galerie "Wien. Stadt der Großen Töchter" im Arkadenhof des Wiener Rathauses und ein gemeinsames Fest ab 19h statt.

Wann: 8. März 2016
Wo: Wiener Rathaus

Nähere Details zum Programm finden Sie hier.

Die Bundesministerin für Bildung und Frauen, Gabriele Heinisch-Hosek, lädt zum "Open House" zum Thema "Frauen und Mädchen auf der Flucht" von 17h-20h ein. Mit ExpertInnen soll das Thema beleuchtet und gemeinsam nach Lösungsansätzen gesucht werden.

Wann: 17h-20h
Wo: Minoritenplatz 5, 1010 Wien

Weitere Informationen finden Sie hier.

Der politische Zusammenschluss Feminismus & Krawall gestaltet am 8. März an verschiedenen Plätzen der Linzer Innenstadt musikalische, akustische und performative Aktionen für Frauenrechte. Unter anderem lädt Feminismus & Krawall zur Demonstration "Platz Da!" ein.

Wann: 8. März 2016, 16h
Wo: Treffpunkt am Martin Luther Platz (Linz)

Nähere Informationen finden Sie hier.

Der Verein autonomer Frauenhäuser lädt in Kooperation mit der VHS Wien Urania zu einem Themennachmittag am 12. März ein. Unter dem Motto "Change - Veränderung als Chance" werden ExpertInnen aus der Frauen- und Männerberatung Einblicke in ihre Arbeit geben. Als weiterer Programmpunkt ist die Präsentation des Buches "So schmeckt die Welt. Besondere Frauen. Besondere Rezepte" und Vorstellung der Initiative "One Billion Rising - Eine Milliarde erhebt sich für ein Ende der Gewalt!" vorgesehen.

Wann: 12. März 2016, 14h-18h
Wo: VHS Wiener Urania, 1010, Uraniastraße 1
Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung unter urania@vhs.at wird gebeten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Gesprächsabend: Aufstieg und Strategien von Rechtspopulisten

Der Bund Sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen (BSA) lädt zum Gesprächsabend "Der Aufstieg und die Strategie von Rechtspopulisten - Wie funktionieren die Politik der Angst und die bewussten Entgleisungen von Strache und Co.?" am 9. März ein.
DiskussionsteilnehmerInnen sind Nina Horaczek (Politikwissenschaftlerin, Chefreporterin der Stadtzeitung "Falter" sowie Buchautorin "Handbuch gegen Vorurteile"), Lukas Resetarits (Kabarettist und Schauspieler), Katharina Stemberger (Schauspielerin und Produzentin) und sowie Ruth Wodak (Sozialwissenschaftlerin und Autorin des Buches "Politik der Angst").

Um Anmeldung unter doebling@bsa.at oder unter 01/310 88 29 wird gebeten.
Wann: 9. März 2016, 18:30h
Wo: BSA-Generalsekretariat, Landesgerichtsstraße 16, 1010 Wien

Weitere Informationen finden Sie hier.

Diskussion zum "Verhetzungsparagraf neu": Was bringt die Reform?

Am 14. März 2016 findet am Juridicum Wien eine Podiumsdiskussion anlässlich der Novelle des Verhetzungsparagraphen statt.
Mit Jahresbeginn ist der novellierte Strafrechtsparagraf in Kraft getreten und damit auch eine Überarbeitung des Verhetzungsparagrafen, dabei wurde etwa der Kreis der vor Verhetzung zu schützenden Personengruppen erweitert.
Was genau diese Reform bringen kann, um insbesondere der aktuellen Flut an hetzerischen und menschenverachtenden Inhalten im Internet entgegentreten zu können, darüber diskutieren am 14. März JuristInnen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft.
Darüber hinaus sollen auch grundsätzliche Fragen wie: Wo endet die freie Meinungsäußerung, und ist das Strafrecht überhaupt ein geeignetes Mittel, um Rechtsextremismus und Rechtspopulismus entgegenzutreten, erörtert werden.

Es diskutieren: Lilian Levai (juristische Beraterin bei ZARA-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit), Katharina Beclin (Strafrechtsexpertin an der Universität Wien), Albert Steinhauser (Nationalratsabgeordneter und Justizsprecher der Grünen) und Maria Windhager (Rechtsanwältin).

Wann: 14. März 2016, 19h-21h
Wo: Juridicum Wien, Seminarraum 10

Weitere Informationen finden Sie hier.

Save the Date: Präsentation des ZARA Rassismus Report 2015

Am Montag, den 21. März 2016, präsentiert ZARA den Rassismus Report 2015. Der Report beinhaltet eine Auswahl der von der ZARA Beratungsstelle im Jahr 2015 aufgenommenen und dokumentierten rassistischen Vorfälle in Österreich.

Wann: 21. März 2016, 10h
Wo: Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien

Präsentation: Tiroler Rassismus-Bericht 2015

Der Verein TIGRA - Tiroler Gesellschaft für rassismuskritische Arbeit lädt zur Präsentation seines aktuellen Tiroler Rassismus-Berichts 2015 am 21. März 2016 um 18h ein.

Der Tiroler Rassismus-Bericht wird präsentiert, um über die Dokumentation von Rassismus in Tirol Auskunft zu geben. Fälle, die im Jahr 2015 der Anlaufstelle von TIGRA gemeldet wurden, werden im Tiroler Rassismus-Bericht 2015 sichtbar und lesbar gemacht.
Um Anmeldung unter anmeldung@tigra.cc wird gebeten.

Wann: 21. März 2016, 18h
Wo: Bäckerei - Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, 6020 Innsbruck

Fachtagung: "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte"

Zusammen mit der Arbeiterkammer Wien lädt ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit zur Fachtagung "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte" ein, bei der interessierte StakeholderInnen mehr über das Potential von anonymisierten Bewerbungen in der Anti-Diskriminierungsarbeit erfahren können.

Hautfarbe und Herkunft stellen hierzulande im Bewerbungsprozess nachgewiesene Hindernisse dar. Ein jüngeres Experiment belegt, dass sich etwa eine Jobsuchende mit nigerianischer Herkunft viermal so oft bewerben muss wie eine Österreicherin, um zu einem Interview eingeladen zu werden. Diese Diskriminierungserfahrung führt nicht nur dazu, dass Personen mit (zugeschriebener) Migrationsgeschichte mehr Zeit und Energie für die Jobsuche aufwenden müssen, sondern auch, dass sich diese Diskriminierungserfahrungen negativ auf die Suchstrategien, die Motivation sowie die Selbsteinschätzung auswirken. Ihre Ursache finden diese Diskriminierungen in den Entscheidungsprozessen der ArbeitgeberInnen, die aufgrund der üblichen Bewerbungsmaterialien mit Foto und Namen viele Informationen zu den BewerberInnen erhalten, die Vorurteile triggern und mitunter zu rassistischen Entscheidungen führen.

Wie solche Diskriminierungen vermieden werden können erörtern bei der Fachtagung die teilnehmenden ExpertInnen aus Wissenschaft, des Arbeitsmarkts und der Anti-Diskriminierungspraxis. Mit wissenschaftlichen Präsentationen von Doris Weichselbaumer (Johannes Kepler Universität Linz), Andreas Schadauer (ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) und August Gächter (Zentrum für soziale Innovation) sowie fachgeleiteten Arbeitsgruppen zur möglichen Gestaltung und Einsatzbereichen von anonymisierten Bewerbungen.
Moderation: Karin Bauer (Der Standard, Karriere).

Wann: 21. April. 2016, 13h-17h
Wo: Bildungszentrum der AK Wien, Plößlgasse 2 (Dachgeschoss), 1040 Wien
Um Anmeldung bis 14. April 2016 wird unter am@akwien.at gebeten.
Die Teilnahme an dieser Fachtagung ist kostenlos!

ZARA Training: Workshop Zivilcourage & Cyberhate

ZARA Training bietet am 29. und 30.04.2016 einen Workshop zu den Themen Zivilcourage & Cyberhate an. Diskriminierende Situationen on- und offline stehen im Zentrum dieses Workshops. Bedrohung, Mobbing und Diskriminierung sind Alltagserscheinungen. Doch kaum eine/r schaut hin oder greift ein - oft bleibt es nur bei guten Absichten. Wie kann ich helfen, wenn jemand angegriffen wird, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Dieser Workshop beschäftigt sich mit den konkreten Möglichkeiten des/der Einzelnen, an der Arbeitsstelle oder in der Öffentlichkeit in "unangenehmen" Situationen einzugreifen. Zusätzlich zum "klassischen" Zivilcouragetraining vermittelt dieser Workshop auch folgende Themen: Wie treten radikale/rechtsextreme/rassistische Gruppen im Internet auf und woran erkenne ich sie? Welche Codes werden verwendet und wie kann ich selbst aktiv dagegen vorgehen? Ziel ist es, Handlungskompetenzen zu vermitteln und der ungeschützten Konfrontation mit rassistischen Inhalten und Hass-Botschaften im Internet entgegenwirken.
Das Angebot ist mit 0,5 ECTS bei der Weiterbildungsakademie (wba) akkreditiert.

Wann: Freitag 29.04., 16:00-20:00h und Samstag 30.04., 9:00-17:00h
Wo: VHS Ottakring, 1160, Ludo-Hartmann-Platz 7
Kosten: 100 €. Die Kosten können auch mit einem AK Bildungsgutschein beglichen werden. Mehr Info dazu finden sie hier.

Zur Anmeldung geht es hier.
Weitere Informationen zu diesem Workshop finden Sie hier.