Zivilcourage und Anti-Rassismus-NEWSLETTER Ausgabe: Nr. 19 (31. Oktober 2016)

ZARA Training: Workshop "Zivilcourage on- und offline" - Jetzt anmelden!

ZARA Training veranstaltet in Kooperation mit der VHS Ottakring einen Workshop, in dessen Zentrum die intensive Auseinandersetzung mit Möglichkeiten des/der Einzelnen steht, an der Arbeitsstelle, in der Öffentlichkeit und online in "unangenehmen" Situationen einzugreifen.

Bedrohung, Mobbing und Diskriminierung sind Alltagserscheinungen. Doch kaum eine/r schaut hin oder greift ein - oft bleibt es nur bei guten Absichten. Wie kann ich helfen, wenn jemand angegriffen wird, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten die TeilnehmerInnen des Workshops "Zivilcourage on- und offline". Der Workshop ist mit 0,5 ECTS bei der Weiterbildungsakademie Österreich (WBA) akkreditiert.

Basierend auf den individuellen Erfahrungen der TeilnehmerInnen geht es dabei um folgende Themen:

- Was ist Zivilcourage?
- Was ist Gewalt - welche Arten gibt es?
- Wie begegne ich Angriffen, Ohnmacht, Aggression oder z.B. der Situation "EineR gegen Alle"?
- Was kann ich wann tun?
- Wo sind meine Grenzen?

Ziele:

Die TeilnehmerInnen erweitern ihren ganz persönlichen Handlungsspielraum, indem sie
- lernen, was zivilcouragiertes Handeln ausmacht,
- mit Hass im Netz umzugehen lernen,
- wirkungsvolle Antworten und kreative Gegenstrategien im Umgang mit diskriminierenden und rassistischen Situationen und Äußerungen on- und offline zu entwickeln,
- körperliche wie verbale Selbstbehauptung trainieren,
- eigene Grenzen und Möglichkeiten ausloten.

Wann: 02. 12. 2016 (16h - 20h) & 03. 12. 2016 (09h - 17h)
Wo: VHS Ottakring, Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien
Kosten: 100€. Die Kosten können mit einem Bildungsgutschein der AK Wien beglichen werden!
Anmeldung: bis 24.11.2016
Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier

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Neuerscheinung: "Jung - muslimisch- österreichisch. Einblicke in 20 Jahre Muslimische Jugend Österreich"

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Jugendorganisation Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) ist im Oktober 2016 der Sammelband "Jung - muslimisch- österreichisch", herausgegeben von Farid Hafez, Reinhard Heinisch, Raoul Kneucker und Regina Polak, erschienen.

In ganz unterschiedlichen Beiträgen - von interdisziplinär erstellten Aufsätzen bis zu subjektiven Stimmungsbildern - werden Themen wie Heimat, Frauenbild, Einbettung der Muslimischen Jugend Österreich in globale Jugendkulturen, Mehrsprachigkeit, Umgang mit Ethnizität und Religion, Musik und Kunst, Fragen der politischen Beteiligung wie auch die mediale und politische Arbeit behandelt und gleichzeitig ein Einblick in die Arbeit der Jugendorganisation geboten.

Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Erhältlich bei: AlHamra und New Academic Press
Preis:€ 19,90
Zur Leseprobe geht's hier

Vortragsreihe: OPENmind zum Thema "Flucht"

Der Verein "Ingenieure ohne Grenzen Austria" veranstaltet zwischen dem 03. November und 01. Dezember 2016 die Vortragsreihe "OPENmind" zum Thema Flucht. Im Fokus der Vortragsreihe stehen unterschiedliche Perspektiven auf die Situation von Geflüchteten in Österreich. TeilnehmerInnen sollen dabei die Möglichkeit erhalten, sich neuen, vielleicht anfangs befremdlichen Sichtweisen zu öffnen und ihre Horizonte zu erweitern. Input kommt von Personen mit und ohne Fluchterfahrung, dabei werden auch technische Problemstellungen und mögliche Lösungen vorgestellt.

Während der Vortragsreihe wird auch die Wanderausstellung "Fluchtraum Österreich" im OPENmarx gezeigt.

Wir möchten insbesondere auf das Panel am 01. Dezember hinweisen, bei dem die Leiterin der ZARA - Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen für Rassismus, Dina Malandi, teilnimmt:

Erfahrungen in der "Flüchtlingshilfe". Initiativen in Österreich.
Zum Abschluss der Vortragsreihe kommen die freiwilligen HelferInnen in der "Flüchtlingshilfe" einmal selbst zu Wort. Sie können nun ihre Erfahrungen, sowohl positive als auch negative, teilen. Außerdem wird die Organisation ZARA-Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit einige Tipps dazu geben, wie man am besten auf rassistische Äußerungen und Stammtischparolen im Familien- und Bekanntenkreis reagiert. Um wieder den Bogen zum technischen Aspekt der Vortragsreihe zu schlagen, wird das Projekt "Flüchtlingshilfe in Österreich" von "Ingenieure ohne Grenzen Austria" selbst vorgestellt sowie abschließend über technische Hilfsmittel in Unterkünften für Geflüchtete referiert.

Panel:
Verein "ShalomAlaikum" - Erfahrungen der HelferInnen und der geflüchteten Menschen
Verein "ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit" - Umgang mit rassistischen Parolen
Verein "Ingenieure ohne Grenzen Austria" - Flüchtlingshilfe in Österreich
Netzwerk "fourteenwalls" - Trennwände in Unterkünften für geflüchtete Menschen

Wann: 01. Dezember 2016, ab 18:30h
Wo: OPENmarx, Karl-Farkas-Gasse 18, 1030 Wien (Eingang gegenüber im Containerhaus)
Alle Details zur Vortragsreihe finden Sie hier

Anti-Rassismus-Konferenz: Returning to Gaze II - Stories of Resistance

Die transnationale antirassistische Organisation ERIF (European Race and Imagery Foundation) veranstaltet vom 04. - 05. November 2016 an der Universität Innsbruck eine Tagung unter dem Titel "Returning the Gaze II: Stories of Resistance".

An zwei Tagen befassen sich die Teilnehmenden in zahlreichen Vorträge und Workshops, Filmvorführungen sowie Theater-Inszenierungen mit kritischen Betrachtungsweisen von Rassismus in bildlichen Darstellungen rund um den Globus.
Der Fokus liegt dabei auf Strategien des Widerstands gegenüber Rassismus jeglicher Couleur.

Wann: 04. 11 (09h) - 05.11.2016 (19h)
Wo: Universität Innsbruck, 52 Innrain, 6020 Innsbruck

Das vollständige Programm finden Sie hier
Tickets gibt es hier

Ausstellung: "41 Tage. Kriegsende 1945 - Verdichtung der Gewalt"

Die Ausstellung "41 Tage. Kriegsende 1945 - Verdichtung der Gewalt" über die Kriegsendephase-Verbrechen in Österreich" wird am 03. November 2016, 17 Uhr, im OÖ. Kulturquartier / Ursulinenhof in Linz eröffnet und ist bis 25. November 2016 zu sehen.

An zwei Schauplätzen im OÖ Kulturquartier zeigt die Ausstellung zum Kriegsende 1945 in Österreich die Verdichtung der Gewalt in den 41 letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs.

In diesen Tagen fallen noch tausende Menschen in Österreich dem NS-Terror zum Opfer.
Zwölf Litfaßsäulen im Innenhof des Kulturquartier veranschaulichen anhand von zwölf ausgewählten Orten - fotografiert von Stefan Oláh - Gewaltakte des NS-Regimes, das bis zur letzten Minute versucht, sein Terrorsystem aufrecht zu erhalten und letzte Loyalitäten durch die Verbreitung von Angst und Schrecken zu erzwingen.

Der zweite Teil der Ausstellung im Foyer / 1. OG thematisiert mit sieben Schautafeln die Situation in Oberösterreich: die Bombenangriffe der Alliierten, den Vormarsch amerikanischer Truppen, die prekäre Lage der Zivilbevölkerung, nationalsozialistische Gegenmaßnahmen und den Versuch, den nationalsozialistischen Gewaltausbrüchen Widerstand entgegenzusetzen. Oberösterreich wird dabei zum Brennpunkt des Krieges und der Gewalt - nicht zuletzt durch den bis Mai 1945 funktionsfähigen Vernichtungskomplex Mauthausen.

41 ausgewählte biographische Momentaufnahmen verdeutlichen die Vielfalt der individuellen Erfahrungen und Wahrnehmungen der Phase des Kriegsendes.

Wann: 03.11.2016 (17h) - 25.11.2016 (17h)
Wo: OÖ Kulturquartier, OK Platz 1, 4020 Linz
Öffnungszeiten OÖ Kulturquartier: 04. - 25. 11. 2016, Montag - Samstag: 10h - 17h
Vermittlungsprogramm für Schulklassen: www.erinnern.at, Kontakt: Bernhard Groschupfer, ausstellung41tage@erinnern.at
Weitere Informationen finden Sie hier

Internationale Tagung: Islam and Anti-Semitism

Von Montag, 07. November bis Dienstag, 08. November 2016, findet an der Universität Wien eine wissenschaftliche Tagung über die Beziehung von Islam und Antisemitismus statt. Internationale ExpertInnen diskutieren über historische Beispiele, aber auch aktuelle Phänomene des 20. und 21. Jahrhunderts.

Im Mittelpunkt des öffentlichen Vortrags von Dina Porat (Leiterin des Kantor Institutes an der Tel Aviver Universität und Chefhistorikerin des Yad Vashem) steht das Verhältnis von JüdInnen und AraberInnen: "Two Summers in Jerusalem: Jews and Arabs in 1942 und 1962". Der Vortrag findet am Montag, den 07. November, um 19:00 Uhr bei freiem Eintritt in englischer Sprache statt.

Wann: 07. 11. 2016 (14:30h) - 08. 11.2016 (15:50h)
Wo: Aula am Campus der Universität Wien, Spitalgasse 2, 1090 Wien
Anmeldung per E-Mail an: judaistik@univie.ac.at
Weitere Informationen finden Sie hier

Gedenken: Novemberpogrom 1938. Gedenken - Mahnen - Erinnern

In Erinnerung an das Novemberpogrom 1938 findet am 07. November 2016, 19:00 Uhr, im Wissensturm Linz eine Gedenkveranstaltung mit der Eröffnung der Ausstellung "Jüdische Spuren" und einem Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Benz zum Thema "Zur Kontinuität des Antisemitismus und rassistischer Einstellungen" statt.

In der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 organisierte das NS-Regime im Deutschen Reich gewalttätige Übergriffe auf Juden und Jüdinnen, auf jüdische Wohnungen und Geschäfte. In Linz wurden zahlreiche Menschen misshandelt und die Synagoge in Brand gesteckt.

Der Ausstellungsgestalter Karl Schubsky, Bürgermeister Klaus Luger und die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Linz, Charlotte Herman, eröffnen die Ausstellung "Jüdische Spuren" über jüdisches Leben seit dem Mittelalter in Bayern, Böhmen und Oberösterreich, die eine Zusammenarbeit der VHS Linz, dem Archiv der Stadt Linz, dem Verein "Europa in der Region" sowie dem Institut für Angewandte Entwicklungspolitik darstellt.

Eröffnung: 07. 11.2016, 19h - 21h
Wo: Volkshochschule und Stadtbibliothek Linz, Wissensturm, Erdgeschoß, Kärntnerstraße 26, 4020 Linz
Ausstellung "Jüdische Spuren": Di, 08.11.2016 - Mi, 23.12.2016, jeweils Mo bis Fr 8 - 18h geöffnet
Eintritt frei
Weitere Informationen finden Sie hier
Weitere Hinweise auf Gedenkveranstaltungen: Jüdisches Museum Wien, erinnern.at

Mahnwache: NIE WIEDER FASCHISMUS!

In der Nacht vom 09. zum 10. November 1938 brannten in Wien 42 Synagogen und jüdische Bethäuser, zahllose jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden geplündert, zerstört und beschlagnahmt. 6.547 Juden wurden festgenommen und 3.700 davon in das Konzentrationslager Dachau verschickt.

Hinter all diesen Daten, Zahlen und Fakten steht jenes unsagbar grauenvolle Leid, das im "Novemberpogrom 1938" jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern von den nationalsozialistischen Machthabern angetan wurde. Diese Nacht vom 09. zum 10. November 1938 war kein Randphänomen der Geschichte des Dritten Reiches, sondern ein Geschehen, dem zentrale Bedeutung zukommt.
Die "Reichskristallnacht" war eine Hauptstation auf dem Weg der verbrecherischen nationalsozialistischen Judenpolitik zum Völkermord.
In den folgenden Jahren 1939-1942 wurden zehntausende österreichische Juden vom ehemaligen Aspangbahnhof in Vernichtungslager deportiert und kehrten nicht mehr zurück.

Wann: 09.11.2016, 18h
Wo: Gedenkstein vor dem ehemaligen Aspangbahnhof , Aspangstrasse 27, 1030 Wien

Weitere Informationen finden Sie hier

Lesung / Buchpräsentation: "Karl Kraus. 30 und drei Anstiftungen"

Am Dienstag, den 08. November 2016 um 19:00 Uhr, stellt Richard Schuberth im Republikanischen Club sein Buch "Karl Kraus. 30 und drei Anstiftungen" vor. Unkonventionell und engagiert, abseits der akademischen und feuilletonistischen Trampelpfade, zeigt Schuberth in der aktualisierten und erweiterten Neuauflage seiner "Anstiftungen", was aktuelle Gesellschafts- und Kulturkritik von Karl Kraus lernen könnte /sollte.

Wann: 08. 11. 2016, 19h
Wo: Republikanischer Club, Rockhgasse 1, 1010 Wien
Weitere Informationen finden Sie hier

Konferenz: IDEEGRATION "Innovative Integrationslösungen für Österreich"

Auf der Ideegration-Konferenz am 10. November 2016 kommen EntscheidungsträgerInnen mit GründerInnen 15 erfolgreicher zivilgesellschaftlicher Initiativen im Themenfeld Integration von Geflüchteten zusammen. Accenture Österreich, Ashoka Österreich und das Rote Kreuz Österreich haben das Projekt Ideegration ins Leben gerufen, um zusammen mit einem breiten Partner-Netzwerk in Österreich nach den wirksamsten Initiativen im Bereich Integration zu suchen. Sinn und Zweck der Konferenz ist es, die Sichtbarkeit, Zusammenarbeit, Verbreitung, und Wirkungskraft dieser Integrationslösungen zu steigern.

Wann: 10.11.2016, 09:30 - 18:30h
Wo: Ankerbrotfabrik, Absberggasse 27, 1100 Wien
Weitere Informationen zu Inhalt und Anmeldung finden Sie hier

Vortrag: Selbstermächtigung und Literatur - Das literarische Schaffen der Roma, Romnja, Sinti und Sintize

Am 16. November 2016 hält die vergleichende Literaturwissenschafterin Beate Eder-Jordan einen Vortrag über die Geschichte und gegenwärtige Situation der internationalen Romani-Literatur und wie Roma und Romnja, Sinti und Sintize in ihren literarischen und anderen künstlerischen Werken in den gesellschaftspolitischen Diskurs eingreifen.

Im Vortrag werden u.a. Produktions- und Rezeptionsbedingungen erläutert und aufgezeigt, wie es AutorInnen gelingen konnte, Schwierigkeiten bei ihrer schriftstellerisch / künstlerischen Tätigkeit zu überwinden.
Beitrag: Samuel Mago, Schriftsteller
Kommentar und Moderation: Ursula Hemetek

Wann: Mittwoch, 16. November 2016, 17 - 20h
Wo: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Fanny Hensel-Saal, 3, Anton-Von-Webern-Platz 1, 1010 Wien
Eintritt frei
Weitere Informationen finden Sie hier

Mitstimmen: Ihre Stimme für die Fortsetzung des Jugendaustauschs "Sarajevo Sur Seine"

Voten Sie für die Fortsetzung des internationalen Jugendaustauschprojekts Sarajevo Sur Seine unseres europäischen Netzwerks EGAM (European Grassroots Anti Racist Movement), das derzeit in der Endauswahl um eine Förderung der Robert Bosch Stiftung liegt. Die Förderung würde dazu beitragen, das Sarajevo Sur Seine-Festival - ein Jugendaustauschprogramm rund um das Sarajevo Film Festival - ein zweites Mal im kommenden März nach Paris zu bringen. Stimmen Sie mit - es dauert nur 2 Minuten!

Link zum Mitvoten
Trailer zu Sarajevo Sur Seine 2017
Nähere Infos zu Sarajevo Sur Seine