Zivilcourage und Anti-Rassismus-NEWSLETTER Ausgabe: Nr. 6 (30. März 2017)

ZARA Rassismus Report 2016: Zügellose Online Hetze erreicht Spitzenwert

Keine erfreulichen Nachrichten: ZARA musste 2016 einen weiteren Anstieg rassistischer Vorfälle im Vorjahr verzeichnen - vor allem aufgrund der explodierenden Online-Hetze. Im Vergleich zum Vorjahr machten die Internet Fälle 31% der insgesamt 1.107 rassistischen Vorfälle, die ZARA 2016 verzeichnet hat, aus. Besonders auffällig war hier das fortgesetzte Phänomen von Hass und Hetze gegen Geflüchtete sowie gegen als Muslim*innen wahrgenomme Personen.

Alle Informationen zum Rassismus Report 2016 samt Statistiken und Pressetext sind hier online abrufbar.

Unterstützen Sie unsere Anti-Rassismus Arbeit: Spenden Sie jetzt, damit Opfer von Rassismus mit dem Unrecht und der Demütigung nicht alleine gelassen werden!

Jetzt erhältlich: Broschüre CounterACT! - Aktiv gegen Hass und Hetze im Netz

Ergänzend zum umfassenden Online-Angebot gegen Hass und Hetze im Netz auf www.counteract.or.at hat ZARA jetzt die speziell für Jugendliche/ junge Erwachsene konzipierte Broschüre CounterACT! - Aktiv gegen Hass und Hetze im Netz als kostenloses Handout entwickelt. Die Broschüre zeigt anhand von konkreten Fallbeispielen, wie User*innen informiert und zielgerichtet gegen die Weiterverbreitung solcher gefährdenden Inhalte vorgehen können.
Lehrende, Bildungs- und Jugendeinrichtungen können Exemplare der Broschüre zur weiteren Verwendung kostenlos bestellen.

Senden Sie eine Mail mit Verwendungszweck, Name, Adresse und Stückzahl an: office@zara.or.at

Auch Sie können aktiv werden, indem Sie die Plattform CounterACT! promoten:

Unterstützen Sie uns dabei, die Plattform CounterACT! - Aktiv gegen Hass und Hetze im Netz bekannt zu machen! Pflegen Sie das Logo und den QR Code auf Ihrer Website ein, liken und teilen Sie die Beitrage über CounterACT! auf unserer Facebook Seite und informieren Sie über Ihre Newsletter und sonstige Informationskanäle über CounterACT!

Nähere Informationen sowie die Materialien dazu finden Sie hier.

Podiumsdiskussion: UN-Individualbeschwerden. Ein vernachlässigtes Rechtsinstrument.

Am 31. März 2017 veranstaltet der Klagsverband zusammen mit der FH-St. Pölten, dem NÖ Armutsnetzwerk und der Volkshilfe eine spannende Diskussion zum Thema "UN-Individualbeschwerden. Handlungsanleitung für ein vernachlässigtes Rechtsinstrument".

Unter den Diskutierenden befinden sich:

Gerhard Fechter, Beschwerdeführer einer Individualbeschwerde nach der UN-BRK
Erich Fenninger, Volkshilfe
Volker Frey, Klagsverband, Lektor im Department Soziales FH St. Pölten
Angelika Kartusch, Frauenrechtsexpertin
Christine Rosenbach, Vorsitzende des NÖ Monitoringausschusses

Wann: Donnerstag, 31. März 2017, 13:30h
Wo: FH St. Pölten, SEM_HBS2.04, 3100 St. Pölten, Herzogenburgerstraße 68

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei. Wenn Sie ÖGS-Dolmetschung oder andere Unterstützung in Anspruch nehmen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an: daniela.almer@klagsverband.at

Die Einladung finden Sie hier.

Symposium: Auf die Plätze / Na mesta

Im Auftrag des Landes Kärnten findet am 31. März und am 01. April 2017 das Symposium "Auf die Plätze / Na mesta" statt. Die Initiative Kunst im öffentlichen Raum hat Migration zum Leitthema des Schwerpunktjahres 2017 erklärt. "Auf die Plätze / Na Mesta" ist als Aufruf zur Aktion und zum politischen Handeln in der Öffentlichkeit zu verstehen. Der Begriff Migration bezieht sich ebenso auf das Verhältnis von Kunst und Raum wie auf aktuelle gesellschaftliche Prozesse, die eine kulturelle Veränderung bewirken.

Das Symposium zum Auftakt des Schwerpunktjahres lädt Kenner*Innen des öffentlichen Raums ein, Impulse zur Vielschichtigkeit von Migration im Spannungsfeld von Architektur und Kunst im öffentlichen Raum zu geben.

Wann: Freitag, 31. März und Samstag, 1. April 2017
Wo: MMKK Kärnten, Burggasse 8, 9020 Klagenfurt

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Veranstaltung: Roma*Romnija-Aktionswoche in Linz

In Linz veranstaltet die Caritas OÖ zusammen mit der Volkshilfe vom 03. bis 08. April 2017 die "Roma-Woche". Die Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten widmen sich ganz der Volksgruppe der Roma*Romnija. Ziel ist es, auf die Situation und insbesondere Diskriminierungen und Verfolgung aufmerksam zu machen und zugleich Interessierten mehr Informationen zu dieser ethnischen Minderheit zu vermitteln.

Veranstaltungen:

Montag, 3. April, 13:00h: Eröffnung der Roma*Romnija-Woche mit der Fotoausstellung "Auf Augenhöhe" von Florian Holter am Martin Luther-Platz in Linz. Die Ausstellung ist die ganze Woche über frei zugänglich.

Mittwoch, 5. April, 18:00h: Erzählcafé in der Stadtwerkstatt, 18:00h

Mittwoch, 5. April, 20:00h: Erzählung von Roma*Romnija Märchen mit Helmut Wittmann am Salonschiff Fräulein Florentine in Linz

Samstag, 8. April, ab 19:00h: Konzert in der Arbeiterkammer OÖ in Linz mit der Band "Romanovstra" aus Ottensheim und dem Musiker Harri Stojka

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Ausschreibung: Intercultural Achievement Award 2017

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres vergibt heuer wieder Preise im Rahmen des Intercultural Achievement Award´s 2017 für erfolgreiche und lösungsorientierte Projekte im Bereich des interkulturellen Dialogs.

Der Preis zeichnet erfolgreiche, innovative Projekte im Bereich des interkulturellen Dialogs auf österreichischer und internationaler Ebene aus. Der Preis steht jenen offen, die Chancen im interkulturellen Zusammenleben erkennen und nutzen. Gewürdigt werden auch jene, die erfolgreich neue Wege im interkulturellen Dialog beschreiten, die eine konkrete Herausforderung durch interkulturelles Handeln gemeistert haben und die durch ihre mediale Präsenz den Dialog der Kulturen und Religionen fördern.

Eine detaillierte Übersicht über die zu erfüllenden Kriterien finden Sie hier.

Einsendeschluss ist der 12. April 2017

Seminar: Friedensjournalismus - Menschenrechtsjournalismus

Das Seminar zum Thema "Friedensjournalismus - Menschenrechtsjournalismus" findet am 21. und am 22. April 2017 in Graz statt und richtet sich vor allem an Programmmacher*innen des nichtkommerziellen Rundfunks, engagierte Journalist*innen sowie Vertreter*innen von NGOs und der Erwachsenenbildung.

In den zwei Seminartagen werden sich die Teilnehmer*innen dem theoretischen Werkzeug widmen und einige Worst-Case-Szenarien sowie positive Beispiele analysieren, ehe es zum praktischen Teil übergeht und aktuelle Themen, Bilder und Texte entwickelt werden sollen.

Referentin:
Daniela Ingruber, ehem. Chefredakteurin "planet"; Mitarbeiterin am UNESCO-Lehrstuhl "Peace Studies"; Dozentin an der Universität Innsbruck Masterstudiengang Frieden, Entwicklung, Sicherheit und internationale Konflikttransformation

Termin und Ort:
Freitag, 21. April 10:30 - 17:30h und 19:00 - 21:00h sowie Samstag, 22. April 9:00 -15:30h
im Seminarraum von Radio Helsinki, Schönaugasse 8, 8010 Graz - erreichbar vom Bahnhof in ca. 15 Minuten mit allen Straßenbahnen stadteinwärts (Haltestelle Jakominiplatz).

Teilnahmebeitrag
€ 66,- für Mitglieder / € 132,- für Nichtmitglieder (incl. 10% Ust) inkl. Pausengetränke und Mittagsessen.

Anmeldung und weitere Informationen finden Sie hier.

Kabarett: Who's Afraid of the Jewish Mother?

Jenny Simanowitz feiert mit ihrem Kommunikations-Kabarett "Who´s Afraid oft the Jewish Mother?" am 24. April 2017 im Atelier Theater ihre große Premiere.

Das Stück ist eine "one woman show" von und mit Jenny Simanowitz. Beschwingt und witzig ist das Stück auch eine Hommage an alle starken Frauen, die in Zeiten der Armut und Diskriminierung für Selbstachtung und Identität kämpfen.

Premiere: Montag 24. April 2017, 20.00h (Deutsch)
Atelier Theater, Burggasse 71, 1070 Wien
Karten: € 19,- ermäßigt € 16,-
Weitere Vorstellungen: Mittwoch 3. Mai, Monday, 08 May (Englisch)
Cafe Korb Art Lounge, Brandstätte/Tuchlauben, 1010 Wien
Karten: € 17,- ermäßigt € 12,-
Reservierung: office@happybusiness.at

Fachenquete: 25 Jahre Mobile Jugendarbeit

Die Wiener Jugendzentren stellen am Mittwoch, den 26. April 2017, um 10:00h gemeinsam mit den Studienautor*innen Hemma Mayrhofer und Florian Neuburg das KIRAS-Forschungsprojekt "JA_SICHER - Jugendarbeit im öffentlichen Raum als mehrdimensionale Sicherheitsmaßnahme" vor, in dessen Rahmen unter anderem zwei mobile Einrichtungen des Verein Wiener Jugendzentren evaluiert wurden. Anschließend gibt es eine Talkrunde mit spannenden Gästen aus Politik, Exekutive und Jugendarbeit, die der Frage nachgehen, was Mobile Jugendarbeit leisten kann. Es erwartet Sie ein abwechslungsreicher Vormittag in der Wiener Hauptbücherei, bei dem Sie auch der Wiener Stadtrat für Bildung, Integration, Jugend und Personal Jürgen Czernohorszky begrüßen wird.  

Wann: Mittwoch, 26. April 2017 ab 10:00h

Wo: Hauptbücherei / Büchereien Wien, Urban-Loritz-Platz 2A, 1070 Wien

Das Programm finden Sie hier.

Filmtipp: "If i had land under my feet" von Lotte Schreiber & TK1968

"If i had land under my feet" ist ein filmisches Statement, in dem Lotte Schreiber & TK1968 auf einen traurigen Jahresrekord an vermissten und verstorbenen Flüchtlingen verweisen.

Der Film veranschaulicht sehr gut, warum sich im Juni letzten Jahres zweihundert Personen in einer kleinen Wiener Geschäftsstraße im zweiten Bezirk aus diesem Anlass zu einem "Mahnmal" zusammengefunden haben.

Die filmische Dokumentation dieser temporären Aktion wird nun, nach einigen ausgewählten öffentlichen Vorführungen (siehe Website), als eigenständiges filmisches Statement einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Den Link zum Film finden Sie hier.

Weitere Informationen zu den öffentlichen Vorführungen finden Sie hier.