13. Oktober 2017

Presseaussendung: Jahreskonferenz des International Network Against Cyber Hate übergibt Empfehlungen an die OSCE

Bei der gestrigen Jahreskonferenz des International Network Against Cyber Hate, INACH, in Wien haben rund 90 internationale Teilnehmer*innen aus den Bereichen Politik, Medien, Zivilgesellschaft und Internetindustrie ihre Rollen im Kampf gegen Online Hass reflektiert und gemeinsam Empfehlungen erarbeitet, die heute bei der Chairmanship Conference on Internet Freedom der Organization for Security and Co-operation in Europe (OSCE) in der Wiener Hofburg eingebracht werden. Die Konferenz des Netzwerks hatte sich thematisch mit den bedrohlichen Auswirkungen von Online Hass auf die Demokratie auseinandergesetzt sowie die aktuellen Phänomene beleuchtet. ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit hatte die Konferenz als österreichisches INACH-Mitglied mitorganisiert.

 

Hier ein Auszug der zentralen Empfehlungen von INACH und ZARA an die involvierten Akteur*innen:

  • An die teilnehmenden OSCE-Staaten: Die Entwicklung von effektiven Mechanismen und Rechtsinstrumenten auf nationaler und internationaler Ebene zur effektiven Bekämpfung von Online Hass und Hetze sowie Bereitstellung von Unterstützungsmaßnahmen für Betroffene
  • An die Medien: Die Entwicklung und Einführung von ethischen Standards, Prozeduren und Mechanismen, um der Verbreitung von Hass auf ihren eigenen Online-Plattformen entgegenzuwirken
  • An die Internetindustrie: Eine Verbesserung der Rückmeldung an Melder*innen sowie die Bereitstellung von ausreichenden Informationen zu Löschverfahren und den dahinterstehenden Richtlinien
  • An die Zivilgesellschaft: Stärkung der eigenen Rolle in Entscheidungsprozessen sowie bessere Vernetzung und Zusammenarbeit untereinander

 

 

Alle INACH-Empfehlungen im Detail finden Sie im beigefügten PDF.

 

Darüber hinaus wurden bei der INACH-Konferenz folgende Ergebnisse des gemeinsamen EU-geförderten Projekts Research-Report-Remove: Countering Cyber Hate Phenomena vorgestellt:

  • Präsentation der Ergebnisse der Studie „Manifestations of Online Hate Speech“, dem eine länderübergreifene Analyse über Vorfälle von Hass im Netz gegen Betroffenengruppen aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit, Religion sowie der sexuellen Orientierung zugrunde liegt.

Nähere Informationen zur Studie „Manifestations of Online Hate Speech“ sowie die Kurzfassung zum Download finden Sie hier.

  • Vorstellung und Start der zentralen Datenbank sowie des internationalen Meldemechanismus für Online Hass von INACH zur Meldung und Weiterleitung von Inhalten an die zuständigen Länder.

 

Weitere Informationen zur Konferenz sowie INACH und dem Projekt Research – Report – Remove finden Sie unter:

http://www.inach.net/  

 

 

Für Presse- und Medienanfragen wenden Sie sich bitte an:

 

ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit

 

Tel.: 01‐929 13 99‐18

E-Mail: presse@zara.or.at

Web: www.zara.or.at

 

 

Downloads:

Presseaussendung INACH-Konferenz 2017

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